Wie man Bäume und Sträucher stutzt

Wie man Bäume  und Sträucher stutzt
Kapitel:
Ratgeber verfasst von:
Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum

Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum

53 Ratgeber
Ob zur Formbildung, zur Förderung der Fruchtbildung, zur Pflege oder zum Zurückschneiden – das Stutzen ist notwendig für die Ästhetik und die Gesundheit von Bäumen und Sträuchern. Um dies erfolgreich durchzuführen, sollt man einige Grundprinzipien kennen und über die geeigneten Werkzeuge verfügen.

Wichtige Eigenschaften

  • Zweck
  • Arten des Stutzens
  • Werkzeuge
  • Saison

Zweck des Stutzens von Bäumen und Sträuchern


Bäume und Sträucher erfüllen im Garten verschiedene Funktionen: Ästhetik, Schatten, Pflanzenwand, Hecken, Früchte usw. Ihre Größe wird dementsprechend angepasst. Zudem ist der Schnitt für die Pflanzen selbst von Vorteil.

Durch diese Aktion tragen wir zur Beseitigung der nutzlosen Zweige bei, die den Pflanzen die nötige Kraft nehmen, sich harmonisch zu entwickeln. Ein weiterer Zweck des Stutzens ist das Modellieren von Pflanzen von deren Setzen bis hinein ins Erwachsenenalter: Dabei handelt es sich um das formbildende Stutzen.

Bei Obstbäumen geht es natürlich darum, ihre Fruchtbildung zu fördern. In manchen Fällen beschränkt sich der Schnitt jedoch auf das Ausbalancieren des Baumes oder Strauches, wie es bei einigen Arten der Fall ist, die das Stutzen nicht gut vertragen, beispielsweise dem Nussbaum oder der Japanischen Goldorange.

Werkzeuge und Verbrauchsmaterial 


  Individuelle Schutzausrüstung


  • Schutzhandschuhe
  • Sicherheitsschuhe
  • Schutzhelm
  • Schutzbrille
  • Ohrenschützer
  • Schutzmanschetten für die Verwendung von Kettensägen

Diese Liste ist nicht vollständig. Die individuelle Schutzausrüstung ist an die jeweilige Arbeitssituation anzupassen.

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Das Stutzen von Zierbäumen oder -sträuchern:

Wann und wie oft man Zierbäume und -sträucher stutzt


Zierbäume und -sträucher haben, wie ihr Name schon sagt, eine im Wesentlichen dekorative Funktion. Sie sind interessant wegen ihres Laubs, ihrer Blüte oder durch ihre Rinde.

Jede Art hat ihre besonderen Eigenschaften in Bezug auf Blütezeit, Widerstandsfähigkeit, d.h. Kältebeständigkeit, und Entwicklung. Jede Pflanze hat vor allem in Bezug auf das Stutzen ihre eigenen Bedürfnisse. Die Häufigkeit des Stutzens hängt in der Regel vom schnellen Wachstum und Wildwuchs der Pflanze ab, wie zum Beispiel bei Elaeagnus (Ölweiden) oder Pyracantha (Feuerdorn) der Fall ist, die mindestens zwei Schnitte pro Jahr erfordern.

In der Regel erfolgt der Schnitt stets nach der Blüte. Seien Sie jedoch vorsichtig bei bestimmten Arten von mildem Klima, die einen Schnitt im späten Winter oder im frühen Frühjahr erforderlich machen können, und achten Sie stets darauf, Frostperioden oder extreme Kälte zu vermeiden.

Stutzen zur Formbildung: von der Pflanzung an


Der Zweck des Schneidens ist es, der Pflanze die erwünschte Form zu geben, sobald sie in einen Topf oder in den Boden eingesetzt wird. Besonders empfehlenswert ist dies bei Obstbäumen oder bei schattenspendenden Bäumen wie etwa der Maulbeerplatane.

In diesem speziellen Fall geht es darum, horizontal wachsende Zweige zum Nachteil derjenigen zu begünstigen, die nach oben wachsen und regelmäßig entfernt werden. Die gewünschte Form ist die eines Sonnenschirms mit hinreichendem Durchmesser, um einen schönen Schattenbereich zu gewährleisten.
Ein weiterer typischer Fall des formbildenden Stutzens ist der Bonsai, bei dem sich das Stutzen über das gesamte Leben des Baumes erstreckt, oder die Formschnittkunst, die Bäumen die wohlbekannte Wolkenform gibt. Es geht darum, Bäume und Sträucher nach Belieben zu formen und der Kreativität dabei freien Lauf zu lassen.
Das Beschneiden von Sträuchern in Hecken oder einzeln wird durch die Verwirklichung origineller Formen zu einer eigenständigen und für jedermann zugänglichen kreativen Tätigkeit.

Stutzen zur Pflege: die gewünschte Form beibehalten


Das Stutzen zur Pflege wird, anders als das zur Formbildung, an bereits entwickelten Pflanzen vorgenommen, welche die gewünschte Form und das gewünschte Volumen bereits erreicht zu haben. Der Pflegeschnitt wird an einzelnen Pflanzen oder Hecken durchgeführt, wobei das Hauptziel darin besteht, ihre Form zu erhalten, indem die Triebe aus dem Vorjahr entfernt werden.

Bei den meisten Sträuchern sollte dies in der Regel im Frühjahr oder Herbst erfolgen, je nach Blüte und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen. Daher ist es ratsam, sich über die empfohlenen Schnittzeiten für jede Pflanzenart zu informieren.

Sie können auch im Sommer schneiden, sollten aber darauf achten, Trockenperioden oder hohe Temperaturen zu vermeiden. Bei Bäumen hingegen wird der Pflegeschnitt oder das Zurückschneiden meist im Winter durchgeführt.

Zurückschneiden oder sogenanntes starkes Stutzen


Im Gegensatz zum Pflegeschnitt zielt das starke Stutzen darauf ab, die alten Äste an der Basis zu entfernen, um das Wachstum neuer Ableger zu fördern. Es sollte etwa alle drei Jahre an Sträuchern durchgeführt werden. Die Operation ist relativ einfach: Es geht darum, die ältesten Äste zu finden und sie dann mit einer Gartenschere oder einem Fuchsschwanz zu schneiden.

Hinweise zu Werkzeug und Vorgehensweise


Welche Art des Stutzens Sie auch durchführen (zur Formgebung, zur Pflege, für die Fruchtbildung oder zum Zurückschneiden), gutes, geeignetes und gewartetes Werkzeug ist unerlässlich, nicht nur für ein erfolgreiches Gelingen, sondern auch für die Gesundheit der Pflanzen. Eine gut geschärfte Gartenschere, Kettensäge oder Heckenschere führt glatte Schnitte durch, was die Abheilung der frischen Schnittstellen an Bäumen und Sträuchern fördert und so Krankheiten vorbeugt.

Denken Sie auch daran, die Klingen zwischen zwei Schneidevorgängen zu reinigen. Entfernen Sie wenn nötig das Harz von Nadelbäumen und andere Rückstände mit einem geeigneten Produkt. Desinfizieren Sie sie auch mit Alkohol oder Eau de Javel, um die Übertragung von Krankheiten unter den Pflanzen zu verhindern.

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Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum 53 Ratgeber écrits

Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum
Seit einigen Jahren betreibe ich einen Service für Gartenpflege mit einem Kundenkreis von Privatpersonen und Unternehmen. Ich leite ein Team von Gärtnern und sorge für die Erstellung und Pflege von Grünflächen. Auf der anderen Seite vermittle ich mein Know-how an die Kunden in Hinblick auf die Erhaltung und Verbesserung ihrer Gärten.

Tatsächlich, nach einer kaufmännische Ausbildung und Positionen am Anfang meiner Karriere in der Hotellerie wandte ich mich in einer lokalen Behörde dem Landschaftsbau zu, wo ich durch interne Trainings und die Beobachtung wichtiger Großprojekte solide technische Fähigkeiten in einer Kommune erwarb, die sich im Wandel befand.

Auch im Privaten bin ich der Kunst des Gartenbaus zugewandt. Mit meiner Frau habe ich unseren Garten von A bis Z gestaltet und ich pflege ihn mit Sorgfalt, genauso wie den Gemüsegarten! Und bezüglich Heimwerken gibt es keine Ausnahme! Und ja, Gartenarbeit ist auch heimwerken: Pergola, Hütte, Pflaster, Zaun und so weiter... Es ist immer etwas in einem Garten zu tun!

Nach den Arbeiten sind meine Frau und ich stolz auf das erreichte Ergebnis und freuen uns, diese warme und freundliche Umgebung in vollen Zügen genießen zu können! Also, Ihnen Tipps zu geben und Ihnen bei der Wahl der Werkzeuge, der Pflege oder der Verschönerung Ihres Gartens zu helfen - nichts einfacher als das!

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