So finden Sie die richtige Poolpumpe

So finden Sie die richtige Poolpumpe

Patrick, Elektrotechniker, Bremen

Ratgeber verfasst von:

Patrick, Elektrotechniker, Bremen

13 Ratgeber

Egal ob Aufstell- oder Einbaupool – eine Pumpe ist für eine effiziente Filterung und eine gute Wasserqualität unerlässlich. Hier erfahren Sie mehr über Poolpumpen, von der Durchflussmenge über die Leistung bis hin zu Skimmer und Filter!

Wichtige Eigenschaften

  • Durchflussmenge
  • Verlässlichkeit
  • Geräuschpegel
  • Leistung
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Wie funktioniert eine Poolpumpe?


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Die Poolpumpe dient hauptsächlich dazu, Wasser durch die Poolrohre zirkulieren zu lassen. Sie saugt das Wasser im Becken durch ihre Skimmer und den Bodenablauf an, treibt es durch den Filter und gegebenenfalls durch ein Desinfektionssystem, und lässt das Wasser dann durch Rückstromdüsen zurück ins Becken fließen. Durch diesen Zyklus wird das Wasser gereinigt und von allen Schwebeteilchen befreit.

Je nach Ausrüstung des Pools kann die Pumpe auch den Poolroboter aktivieren oder über Massagedüsen Luftblasen produzieren.

Sie wird zudem zum Reinigen und Spülen des Filters genutzt.

Die Pumpe ist im Allgemeinen das einzige mechanische Element Ihrer Anlage. Daher ist sie der Bestandteil Ihres Pools, der am empfindlichsten ist.

Wenn die Pumpe versagt, wird das Wasser nicht mehr gefiltert und schon nach wenigen Tagen trüb und schmutzig.

Die wichtigsten Auswahlkriterien für die Poolpumpe


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Drei Kriterien helfen Ihnen dabei, die Merkmale der Poolpumpe zu ermitteln, die für Ihren Pool geeignet ist:

  • der maximale Wasserdurchfluss, den die Pumpe leisten soll;
  • die Verlässlichkeit und die Qualität der Verarbeitung; 
  • der Geräuschpegel.
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Wie Sie den benötigten Wasserdurchfluss Ihrer Pumpe bestimmen


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Der benötigte Wasserdurchfluss Ihrer Pumpe hängt vom Becken ab. Um eine gute Wasserqualität beizubehalten, muss der Filterzyklus das gesamte Wasser im Becken in weniger als 6 Stunden durch den Filter laufen lassen, wobei 4 Stunden ideal sind. Bei einem rechteckigen Pool mit den Maßen 8 m x 4 m und einer durchschnittlichen Tiefe von 1,5 m beträgt das Volumen 48 m³. Die minimale Durchflussmenge Ihrer Pumpe sollte daher bei 12 m³/h liegen. Es ist allerdings besser, diese Leistung noch zu steigern. Da der Wasserdurchfluss unter bestimmten Bedingungen beeinträchtigt sein kann, sollte der Nenndurchfluss der Pumpe um einen Faktor von 1,2 bis 1,5 höher sein.

Ein erhöhter Wasserdurchfluss der Poolpumpe kann aus verschiedenen Gründen nützlich sein:

  • Rohrleitungsnetzwerk des Pools: Je mehr Biegungen die Leitungen aufweisen, desto mehr Schwierigkeiten hat das Wasser, ungehindert durchzufließen.
  • Entfernung Technikbox – Pool: Je weiter der Betriebsraum entfernt ist, desto mehr Leistung muss die Pumpe besitzen.
  • Höhe der Pumpe in Bezug auf Skimmer: Wenn die Pumpe höher liegt als der Pool, braucht sie eine höhere Leistung.
  • Volumen und Verschmutzung des Filters: Beim Eintritt in den Filter kann das Wasser auf Widerstand treffen, der sich mit steigender Verschmutzung erhöht.

Beispiel: Für ein Becken, dessen Technikbox leicht höher liegt als der Pool und sich 8 m vom Becken entfernt befindet, wäre eine Pumpe mit einem minimalen Durchfluss von 15 m³/h ideal. Sie können sich auch an den Herstellerangaben orientieren, die den Durchfluss je nach Druck der Installation angeben. Dies hilft Ihnen dabei, zwei Poolpumpen miteinander zu vergleichen. Bei einfachen Poolanlagen reicht die oben erwähnte Faustregel allerdings aus.

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Welche Poolpumpe für welchen Pool?


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Die wichtigsten Merkmale einer Poolpumpe können einfach in den Verpackungsangaben gefunden werden. Dort stehen in der Regel Durchflusswerte für einen bestimmten Druck. Doch Vorsicht: Die Durchflussmenge, die weiter oben berechnet wurde, gilt für einen Druck zwischen 0,8 und 1 bar. Wenn der auf der Verpackung vermerkte Durchfluss für einen niedrigeren Druck gilt, ist auch der Wasserdurchfluss bei 0,8 bar niedriger. Achten Sie auch auf die Betriebsspannung und die Leistung. In Deutschland beträgt die Betriebsspannung immer 220 Volt. Allerdings können Poolpumpen über Dreh- oder Wechselstrom funktionieren. Die Wahl hängt hier von Ihrer Anlage ab. Die Leistung gibt Ihnen Hinweise auf den Verbrauch, da diese zwei Parameter abhängig voneinander sind. Bei gleichem Durchfluss nutzt sich eine leistungsfähigere Pumpe weniger ab.

Verhältnis Durchfluss der Pumpe und Beckeninhalt 

Leistung

Leistung

Durchfluss

Durchfluss

Theoretischer Beckeninhalt

Empfohlener Beckeninhalt (1)

0,5 PS

0,37 kW

7,5 m³

7500 l/h

30 m³

25 m³

0,75 PS

0,55 kW

11 m³

1100 l/h

44 m³

36,7 m³

1 PS

0,75 kW

15,4 m³

15.400 l/h

61,6 m³

51,3 m³

1,5 PS

1,1 kW

21,9 m³

21.900 l/h

87,6 m³

73 m³

2 PS

1,5 kW

25,7 m³

25.700 l/h

102,8 m³

85,7 m³

3 PS

2,2 kW

29 m³

29.000 l/h

116 m³

96,7 m³

1. Hierbei handelt es sich um Richtwerte. Für die Schätzung wurden ein Filtrationszyklus von 4 Stunden und 20 % Druckabfall angesetzt. Beachten Sie die Leistungskurven für jede Pumpe, um die Durchflussrate präzise zu bestimmen.

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Pumpe mit variabler Geschwindigkeit: Definition und Vorteile


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Eine Pumpe mit variabler Geschwindigkeit ist, wie der Name schon sagt, eine Poolpumpe, bei der die Geschwindigkeit und damit der Wasserdurchfluss an unterschiedliche Situationen angepasst und manchmal auch programmiert werden kann. Besitzt Ihr Pool ein großes Volumen, so könnten je nach Benutzung mehr oder weniger aufwendige Filterungen notwendig sein. In diesem Fall ist eine Poolpumpe mit variabler Geschwindigkeit eine gute Wahl. Sie ist auch dann sinnvoll, wenn die Pumpe während der Winterzeit in Betrieb bleibt. Sie verbraucht nicht viel Energie, Ihre Anschaffungskosten sind jedoch sehr hoch und machen sich daher nicht bezahlt.

5 Kriterien für eine hochwertige Poolpumpe


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Poolpumpen gibt es in allen möglichen Preisklassen. Die teuersten Pumpen funktionieren mit variabler Geschwindigkeit.

Welche Pumpe sich am besten für Sie eignet, hängt von Ihrem Pool, seiner Benutzung und seinem Beckeninhalt ab. Ein kleiner Aufstellpool braucht nicht unbedingt eine Pumpe derselben Qualität wie ein großer Einbaupool.

  1. Um einen Pool auszurüsten, der nur für einen kurzen Zeitraum benutzt wird, reicht ein Pumpen-Einsteigermodell. Wenn die Pumpe hingegen das ganze Jahr im Einsatz ist, weil der Pool beheizt wird, sollten Sie lieber zu einer hochwertigen Pumpe greifen.
  2. Auf jeden Fall sollten Sie eine Pumpe wählen, die mit einem Vorfilter ausgestattet und selbstansaugend ist. Diese Funktionen verlängern ihre Lebensdauer.
  3. Wenn Sie für Ihren Pool Salz als Desinfektionsmittel benutzen oder der Pool mit Meerwasser betrieben wird, sollten Sie überprüfen, ob die Pumpe auch für Salzwasser geeignet ist.
  4. Zu guter Letzt kann der Geräuschpegel, der in Dezibel (dB) gemessen wird, wichtig sein – besonders dann, wenn Ihre Pumpe in der Nähe des Pools steht, ist es gut, zu wissen, wie laut die Poolpumpe ist.
  5. Und vergessen Sie nicht, dass der Filter – ob SandfilterFilterkartusche oder ein Filter anderer Art – mit der Durchflussmenge der Pumpe kompatibel sein muss.

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Patrick, Elektrotechniker, Bremen

Als ausgebildeter Elektrotechniker kümmere ich mich beruflich viel um Wartung, doch deswegen lege ich meine Werkzeuge am Wochenende noch lange nicht zur Seite! Ob Auto, Boot oder Haus mit Elektrogeräten, Garten und Pool – auch diese Dinge benötigen meine Aufmerksamkeit. Und weil ich finanziell nicht alle Freiheiten der Welt besitze, versuche ich eben, meine Fähigkeiten auszubauen. Ich liebe nichts so sehr wie die Wochenenden, an denen ich mit meinen Freunden etwas baue und wir unser Know-how austauschen – mal mit mehr, mal mit weniger Glück allerdings! Aber hier geht es auch um den Zauber des Heimwerkens und darum, einander zu helfen und gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Wenn ich Ihnen helfen kann, wäre mir das ein Vergnügen!

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