So finden Sie den richtigen Pavillon

So finden Sie den richtigen Pavillon

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

Ratgeber verfasst von:

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

241 Ratgeber

Ein Pavillon schafft im Garten einen Entspannungsbereich und schützt vor Regen und UV-Strahlung. Auf der Terrasse schützt er den Grill bzw. die Plancha oder bietet Halt für Kletterpflanzen. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf eines Pavillons achten sollten.

Wichtige Eigenschaften

  • Freistehend oder als Anbau
  • Fläche und Abmessungen
  • Material des Gestells
  • Qualität des Stoffes
Zu den Pavillons

Der richtige Pavillon je nach Bedarf

Frei stehender Pavillon


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Ein Pavillon verfügt über eine selbsttragende Struktur, meist aus Metallrohren mit Füssen sowie ein Stoffdach. Er wird im Garten vor allem zum Einrichten einer Sitzecke verwendet und schützt je nach Durchlässigkeit des Stoffes auch vor UV-Strahlung und vor Regen. Vorhänge an den Seiten können auch vor Wind schützen. Pavillons und Pergolen können mit ihren verschiedenen Formen und Materialien, unterschiedlichen Größen und Farben gut mit Ihrer Gartendekoration harmonieren. Die Gitterstruktur einer Pergola oder eines Pavillons kann auch als Halt für Kletterpflanzen dienen. Schließlich werden sie zur Selbstmontage geliefert, wobei es ratsam ist, sie im Winter abzubauen und geschützt unterzustellen.

Anbaupavillon


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Der Anbaupavillon hat, wie der Name schon sagt, die Funktion eines kleinen Anbaus mit Schutzdach und stützt sich auf eine Gebäudewand. Er wird meist auf einer Terrasse errichtet, wobei der Zugang vom Hausinnern durch eine Terrassentür erfolgt. Das Dach des Anbaupavillons entspricht einem Pultdach. 

An eine Wand gestützt, kann eine Pergola entweder völlig freistehend oder selbsttragend, aber für mehr Stabilität zusätzlich mit Dübeln an der Wand befestigt werden. Sie ist somit nur an der Vorderseite mit Stützpfosten versehen und an der Rückseite fest mit der Wand verbunden.

Klappbarer Pavillon


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Oft als Empfangs- oder auch als Partyzelt benutzt, findet ein klappbarer Pavillon auch Verwendung als zusätzlicher Unterstand auf Märkten oder für Picknicks. Er kann auch in Zonen verwendet werden, die dem Wind ausgesetzt sind. Denn durch seine einfache Klappkonstruktion kann er bei aufkommenden Böen rasch wie ein Regenschirm zusammengefaltet werden.

Größe des Pavillons oder der Pergola


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Die Fläche ergibt sich aus der Länge und Breite der Pergola oder des Pavillons und sollte Ihren Bedürfnissen entsprechen. 

Überschlagen und addieren Sie den Platzbedarf Ihrer Gartenmöbel, Hängematte oder Plancha, um die benötigte Größe zu ermitteln. Die Höhe beträgt standardmäßig und selten mehr als 2,50 m.

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Pavillons

Pavillon und Pergola: Ein Blick auf die Materialien

Das Gerüst der Pergolen und Pavillons besteht meist aus Metall, welches je nach Art unterschiedliche Eigenschaften aufweist.

Epoxidstahl


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Als mäßig schweres und günstiges Material ist Epoxidstahl ein Stahl, der mit farbigem Epoxidharz beschichtet und somit korrosionsgeschützt ist. Der einzige Nachteil dabei: Sobald die Epoxidharzschicht Kratzer oder Risse hat, kann Feuchtigkeit eindringen und der Stahl beginnt zu rosten.

Aluminium


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Hervorragende Korrosionsbeständigkeit – Aluminiumoxid als Ergebnis der Korrosion von Aluminium verändert die Qualität des Metalls nicht. Das geringe Gewicht und die schlanken Linien machen Aluminium zu einem idealen Material für Pavillons mit modernem Design. Aluminium kann jedoch im Laufe der Jahre grau werden und Flecken bekommen.

Schmiedeeisen


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Festigkeit und Stärke sind die Haupteigenschaften von Schmiedeeisen. Da es immer mit einem Rostschutzmittel vorbehandelt ist, kann Schmiedeeisen einfach neu lackiert werden. Das schwere Gewicht ist ein Vorteil (Bodenhalt), denn selbst wenn er nicht verankert ist, hält ein Pavillon aus Schmiedeeisen Windböen gut stand.

Geflochtenes Kunstharz


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Geflochtenes Kunstharz (auch Polyrattan genannt) ist ein leichtes, robustes und UV-beständiges Material. Es ähnelt äußerlich Rattangeflecht und überzieht einen Stahlrahmen, der mit einer Korrosionsschutzschicht behandelt wurde. Pavillons aus geflochtenem Kunstharz sehen modern aus und haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Kunstharz bleicht aber mit der Zeit aus.

Holz


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Die Qualität ist je nach Holzart und Behandlung unterschiedlich. Imprägniertes oder mit hoher Temperatur behandeltes (kesseldruckimprägniertes) Holz benötigt keine Pflege, wobei eine Behandlung mit Insektiziden und Fungiziden für längere Haltbarkeit sorgt. Exotische Hölzer (Teak, Eukalyptus usw.) werden geölt, um ihre Tönung zu bewahren. Sie sind ebenfalls unverwüstlich und halten von Natur aus dem Befall von Pilzen und Insekten stand. Andere Hölzer, egal ob Nadel- oder Laubhölzer, erfordern eine Behandlung – LasurLack oder Holzfarbe.

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Lacke

Das Dach: Stoffart und Flächengewicht

Das Dach besteht meist aus Polyethylen oder Polyester – die Art des Gewebes und seine Qualität bestimmt jeweils wie wasserdicht und schattenspendend sie ist.

Polyethylen


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Polyethylen ist das am häufigsten verwendete Material Pavillons der unteren Preisklasse, also für Einstiegsmodelle. Seine Qualität wird in Gramm pro Quadratmeter gemessen (g/m²)? Je höher dieses Flächengewicht, desto wasserdichter und langlebiger ist der Stoff, und desto hochwertiger ist der Stoff. Das niedrigste Gewicht liegt bei 100 g/m², wobei die Dichtigkeit mit steigendem Gewicht zunimmt.

Polyester


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Polyester ist besseraber auch teurer. Seine Qualität wird ebenfalls nach dem Gewicht und der Dichte des Stoffes gemessen und in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) ausgedrückt. Wasserabweisendes Polyester bietet eine höhere Dichtigkeit. Das Flächengewicht des Polyesters liegt zwischen 140 g/m² und kann bis über 200 g/m² reichen. Ein Gewicht von 160-180 g/m² ist meist ausreichend.

Vorhänge: niedrigeres Flächengewicht


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Die Vorhänge haben ein geringeres Flächengewicht, weil sie nicht den gleichen Witterungsbedingungen wie das Dach ausgesetzt sind. Sie sind in der Regel aus dem gleichen Material wie die Dachbespannung gefertigt.

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Vorhänge

Jedem Garten sein eigener Pavillonstil


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Schon das gewählte Material bestimmt teilweise den Stil Ihres Pavillons. Schmiedeeisen verleiht Ihrem Garten einen romantischen Flair und passt auch zu einer Dekoration im Landhausstil. Aluminium wirkt mit seinen klaren Linien und schlichten Formen moderner.

Pergolen und Pavillons aus Epoxidstahl werden in allen Stilarten und von ganz schlichten bis hin zu sehr komplexen Formen angeboten. Diejenigen aus geflochtenem Kunstharz sind meist modern und gut mit Gartenmöbeln aus dem gleichen Material und in abgestimmten Farbtönen kombinierbar.

Pergolen und Pavillons kann man – vor allem solche aus Schmiedeeisen – gut mit Hängeampeln, Beleuchtungen und Kletterpflanzen dekorieren und die entsprechenden Gartenmöbel danach auswählen. Die Dachform bestimmt die Struktur und das Aussehen einer Pergola – quadratische oder rechteckige Pavillons haben meist vier Dachschrägen.

Trauen Sie sich, verschiedene Stile zu kombinieren oder bleiben Sie bei einem, es ist schließlich eine Frage des Geschmacks!

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Kletterpflanzen

Unterschiede zwischen Pavillon und Pergola

Die Pergola und der Gartenpavillon haben einige gemeinsame Funktionen. Beide bieten Schutz vor der Sonne. Wenn sie mit Kletterpflanzen, Schilfmatten, einem Sonnensegel oder Ziegeln bedeckt sind, spenden sie diesem Gartenbereich tagsüber angenehmen Schatten. Es bestehen jedoch deutliche Unterschiede zwischen den beiden.

Pergola


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Wir verdanken den Ausdruck „Pergola“ den Italienern, die in der gleichnamigen Stadt damit begonnen haben, solche Bauten auf Pfeilern aus Beton, Ziegelstein oder sogar Glas zu errichten. Es handelt sich um eine massive und solide Struktur, die an ein Gebäude anschließt und ein Gerüst, meist aus Holz oder Schmiedeeisen, trägt.

Da es der Zweck einer Pergola ist, Schatten zu spenden, muss ihr Dach mit Kletterpflanzen, einer Bespannung, Schilfmatte oder Plane bedeckt sein.

Pavillon


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Die leichte Struktur dieser kleineren Gebilde besteht meist aus Holz, Schmiedeeisen oder Aluminium. Er soll Schatten spenden und kann mit Kletterpflanzen, einer Textilbespannung, oder einer Plane bedeckt werden.

Wählen Sie die Größe Ihres Pavillons einfach nach dem in Ihrem Garten verfügbaren Platz. Er ist leicht aufzubauen und bleibt, was die Einstiegsmodelle angeht, auch für kleine Budgets erschwinglich.

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Planen

Die Pflege von Pergolen und Gartenpavillons


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Eine Pergola aus Holz muss regelmäßig behandelt werden. Da Holz ein lebender Werkstoff ist, muss es vor verschiedenen Einwirkungen geschützt werden, denen es ausgesetzt ist. Auch wenn Pergolen aus Holz im Allgemeinen bei der Herstellung gegen Insektenfraß vorbehandelt sind, um der Verwendung im Freien standzuhalten, muss auf ihre Außenflächen regelmäßig eine Lasur zum Schutz vor UV-Strahlung und mit pilztötenden Eigenschaften aufgetragen werden.

Bei einem Pavillon mit sehr angegriffenem Holz kann man einen schützenden Farbanstrich aufbringen, aber man sollte sich für eine mikroporöse Holzschutzfarbe entscheiden, die das Holz atmen lässt.

Die regelmäßige Pflege einer schmiedeeisernen Gartenlaube erfolgt mit Seifenwasser und einem weichen Lappen. Der Nachteil von Eisen ist die Rostbildung. Zur Vermeidung von Korrosion wendet man ein Rostschutzmittel an.

Pergolen aus Aluminium haben eine lange Lebensdauer, da sie nicht rosten; es reicht aus, sie mit Seifenwasser zu waschen. Verwenden Sie hierfür niemals raue Schwämme, da diese die Oberfläche verkratzten.

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Lasur

Zu den gesetzlichen Regelungen


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Ein mobiler Gartenpavillon oder eine Pergola kann grundsätzlich wieder in Einzelteile zerlegt werden und es ist ratsam, sie mit Beginn der kühlen Jahreszeit zu verstauen. Deshalb unterliegt sie keiner gesetzlichen Regelung und erfordert auch keine Genehmigung oder Einhaltung eines Mindestabstands. Für stabilere Pavillons vom Typ Pergola hängt dies jedoch von der Bodenfläche ab. Wenn die Fläche größer als 20 m² ist, muss ein Antrag auf Baugenehmigung gestellt werden. Falls sie kleiner als 20 m² ist, muss sie nur deklariert und gegebenenfalls die entsprechende Baugebietsregelung beachtet werden. Dies betrifft auch die Abstände zu den Grundstücksgrenzen zwischen Nachbarn.

Zu den Pavillons

Ratgeber verfasst von:

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München, 241 Ratgeber

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

Nach meinem Abschluss an einer Handelshochschule bot sich mir die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Zimmermann zu machen. Was für ein edler, aber harter Beruf! Die Winter und der Regen trieben mich jedoch von den Dächern wieder herunter und direkt durch die Tür eines Eisenwarengeschäfts, in dem ich daraufhin – wenig überraschend – als Eisenwarenhändler gearbeitet habe. Vom Hammer bis zum Meißel habe ich im Laufe der Jahre auch alle Abteilungen in Heimwerkermärkten kennengelernt und weiß genau, wie die Produkte dort funktionieren und wofür man sie braucht. Neben meiner Tätigkeit für diese beiden Läden habe ich aber auch als Schlosser, Dachdecker, Tischler oder in der Industriebranche gearbeitet. Dank meiner praktischen Erfahrungen und meines technischen Know-hows weiß ich genau, was ein gutes Werkzeug oder die richtige Ausrüstung ausmacht. Und weil ich lieber schriftlich einen guten Rat gebe, als von Montag bis Samstag in einem Geschäft zu stehen und immer dieselbe Beratung zu geben, war es nur logisch, dass ich Autor geworden bin.

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