So beginnen Sie mit der Permakultur

So beginnen Sie mit der Permakultur
Kapitel:
Ratgeber verfasst von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Autor, Bon

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Autor, Bon

58 Ratgeber
Sie können mit der Permakultur auf mehrere Arten und Weisen beginnen. Hier kann man nichts richtig oder falsch machen, obwohl einige grundlegende Prinzipien zu berücksichtigen sind. Hier erfahren Sie alles, um einen nachhaltigen Garten zu schaffen.

Wichtige Eigenschaften

  • Begutachtung und Analyse des Gartens
  • Berücksichtigung der externen Einflüsse
  • Richtige Planung

Begutachtung und Analyse des Gartens: Die sechs wichtigsten Punkte


undefined

Um einen Permakulturgarten zu schaffen, sollten Sie sich zunächst genügend Zeit nehmen, um die Beschaffenheit Ihres Gartens zu begutachten. So finden Sie heraus, welches Potenzial der Garten bietet und das Beste daraus machen.

Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihr Projekt im Laufe der Zeit weiterentwickeln und anpassen können.

1. Gelände und Mikroklimata

Wenn das Gelände abschüssig ist, achten Sie darauf, wie und welche Bereiche Wind und Witterung ausgesetzt sind, wo es am ehesten friert

2. Sonneneinstrahlung

Wo scheint am meisten die Sonne? Wo gibt es Schatten durch Bäume, Wände, Hänge? Diese Punkte sind sehr wichtig für die Auswahl der Pflanzen, Sitzecken …

3. Eventuelle Wasserflächen

Bäche, Gräben und kleine Teiche erleichtern die Bewässerung mit einer Gießkanne oder mit einem Pumpensystem, das von einer einfachen manuellen Pumpe, über eine Oberflächenpumpe bis hin zu einer Tauchpumpe reichen kann.

4. Die Flora

Die Pflanzen, die bereits in Ihrem Garten wachsen, sind Indikatoren für die Beschaffenheit des Bodens. Dafür benötigen Sie allerdings ein gewisses ökologisches Wissen. Achten Sie auf die Anordnung derBäume. Wie kann dies am besten genutzt werden? Oder wäre es besser, diese zu fällen?

5. Der Boden

Ob lehmiger, sandiger oder besonders nährstoffreicher Boden - davon hängt ab, welche Pflanzen in Ihrem Garten gedeihen können und welche Sie besser nicht pflanzen. Mit ein bisschen Erfahrung können Sie eine Menge über den Boden sagen. Andernfalls kann es helfen, die Nachbarn zu fragen oder Bodenproben durchführen zu lassen.

6. Die Fauna

Auf gesundem Boden wimmelt es nur so vor Tieren: Vögel, Insekten und kleine Säugetiere.

Permakultur: Günstige Ressourcen nutzen


undefined

Überlegen Sie, welcheexternenRessourcen Sie kostengünstig nutzen können. Hierbei kann es sich um Baumaterialien aus zweiter Hand, Erde oder Schutt, Steine oder auch Mist von einem nahen Reitstall oder Bauernhof handeln.

Machen Sie sich eine Liste Ihrer Ziele und Wünsche: Ein Spielbereich für Kinder, einen Entspannungsbereich mit Blumen, ein kleiner Obstgarten, ein neu gepflanzter Baum, die Aufzucht von Tieren ...

Fragen Sie sich auch,wie viel Zeit Sie haben, um das Projekt umzusetzen, und ob Sie dabei Hilfe haben werden. Machen Sie sich einenPlan.

Das Design des Gartens: Drei wichtige Schritte

Hier können Sie dem Designer in Ihnen freien Lauf lassen, wobei der englische Begriff „Design“ – der hier weit entfernt von Ästhetik oder Dekoration ist – vor allem die folgenden Schritte umfasst:

  • Entwerfen
  • Anlegen
  • Planen
  • Gestalten

1. Erstellen eines Plans

Fertigen Sie einen Plan Ihres Gartens an. Bilden Sie alle Elemente des Gartens ab. Stellen Sie schematisch die Wanderung der Sonne und die Schatten dar, die durch Bäume usw. entstehen. In welchen Bereichen ist es windig, wo sind die Bäume, Wasserpunkte, Unebenheiten usw.?

2. Einteilen in Zonen 


undefined

Teilen Sie Ihren Garten in mehrere Zonen ein. Die hier verwendeten Kriterien können etwa die Nähe zum Haus oder bestimmte Aktivitäten die in bestimmten Bereichen stattfinden sollen sein.

Somit sollte der Kräutergarten nicht zu weit vom Haus entfernt sein. Der Hühnerstall sowie die Gehege anderer Tiere, die viel Pflege brauchen, sollten ebenfalls nicht zu weit weg sein.

Der Gemüsegarten mit Gemüse, das nicht so häufig geerntet wird (Lauch, Möhren, Kohl usw.) kann etwas weiter entfernt sein. Gemüse, das nur einmal im Jahr geerntet wird (Kürbisse, Kartoffeln usw.), können am Rand des Gartens angepflanzt werden, zusammen mit den Obstbäumen.

Ganz am Rand können Sie auch wilde Bereiche planen, wo Flora und Fauna tun und lassen können, was sie wollen. Auch ein Holzlager und eine Hecke machen sich dort gut.

Wenn Sie viel Platz haben, können Sie Ihren Garten so in vier bis fünf Zonen einteilen.

3. Planen der natürlichen oder menschlichen externen Einflüsse

Das Design sollte beispielsweise die Einflüsse von Wind, Sonne und visueller Belästigung berücksichtigen, um das volle Potenzial des Gartens nutzen zu können.

Diese Punkte sind wichtig, um Gebäude oder bestimmte Pflanzen richtig positionieren zu können. Sie sollten sich also nicht damit genügen, einen simplen Plan zu zeichnen, sondern die Gebäude, Wege, Pflanzen usw. so platzieren, dass das gesamte Ökosystem harmonisch miteinander arbeitet und produktiver ist.

Pflanzen, die viel Sonne und Wärme brauchen, machen sich vor einer Mauer in Richtung Süden gut. Wenn Sie keine großen Schatten möchten, sollten große Bäume am nördlichen Rand des Gartens stehen. Eine Hecke kann unschöne Gebäude der Nachbarn verdecken. Ein Gewächshaus entlang der Hauswand heizt im Winter das Haus mit …

Den Katalog von ManoMano entdecken
Hühnerstall

Heute schlau anbauen, um morgen besser zu leben


undefined

Die Permakultur wie auch das Gärtnern nach dem Mond sind komplementäre Ansätze, bei denen es in erster Linie darum geht, uns ideal auf die Umwelt einzustellen und so nachhaltig, verantwortungsvoll und gleichzeitig ökonomisch anzubauen.

Wer sich nach dem Mondkalender richtet, steigertdie Produktivität, beschneidet die Pflanzen besser, verbessert die Widerstandsfähigkeit der Aussaaten usw. Dies alles ermöglicht der Mondkalender, der sorgfältig alle Arbeitsschritte im Garten reguliert.

Die Permakultur ist ein wahrhafter Lebensstil, der weit über den Bio-Anbau hinausgeht. So soll die Umwelt geschütztwerden, um diese für spätere Generationen zu bewahren. Das Grundprinzip ist ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Wirtschaften mit allen natürlichen Ressourcen. Ein Denkprinzip, das sich längst nicht mehr nur auf die Landwirtschaft beschränkt.

Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Autor, Bon 58 Ratgeber écrits

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Autor, Bon
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich wurde damals auch mein Interesse an Pflanzen und am Gärtnern geboren, weshalb es nur logisch erschien, dass ich Pflanzenbiologie und Agrarwissenschaften studiert habe.

Im Auftrag für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine Vorliebe habe), und zwar anfangs hauptsächlich Bestimmungsbücher, bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte.

Ich habe auch regelmäßig für die verschiedensten Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil es keinen Gärtner ohne Garten gibt, habe ich mir an einem hübschen Flecken dieser Welt einen eigenen Garten zugelegt. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich Ihnen ans Herz legen möchte.

Die Produkte zu diesem Ratgeber