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Motorpumpe Einkaufsguide

Ratgeber verfasst von:
Jérôme, Controller, Berlin

Jérôme, Controller, Berlin

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Egal, ob Sie Ihren Pool leeren, einen überfluteten Keller auspumpen oder Ihren Garten bewässern möchten: Die beste tragbare und stromunabhängige Lösung dafür ist eine Motorpumpe. Diese Geräte sind einfach zu bedienen, zuverlässig und robust. Lesen Sie unseren Einkaufsguide!

Wichtige Eigenschaften

  • Motortyp
  • Durchsatz
  • Druck
  • Gesamtförderhöhe
  • Wasserbeschaffenheit
  • Ansaugung
  • Betriebsdauer pro Tankfüllung

Was ist eine Motorpumpe?


Die Funktionsweise ist recht einfach: Ein Verbrennungsmotor treibt eine hydraulische Pumpe an (per Laufrad, Drehschieber oder Drehkolben), indem am Absaugpunkt Unterdruck und am Austrittspunkt Überdruck hergestellt wird. Und nein, es handelt sich nicht um eine Tauchpumpe.

Der Verbrennungsmotor kann ein Zwei- oder Viertakter sein und mit Diesel oder Benzin betrieben werden.

Das Wasser wird in einer bestimmten Ansaughöhe angesaugt, um in einer bestimmten Austrittshöhe ausgegeben zu werden, indem Druck aufgebaut wird.

Da Motorpumpen tragbar und stromunabhängig funktionieren, sind sie die vielseitigsten Pumpen und gleichzeitig sehr einfach zu bedienen.

Motorpumpen werden in Ausnahmefällen auch fest verbaut - verwechseln Sie sie in diesem Fall nicht mit einer Druckerhöhungsanlage!

Sie haben nur wenige Verschleißteile, die Instandhaltung ist nicht kompliziert und die Lebensdauer insgesamt eher hoch – vorausgesetzt die Motorpumpe wird korrekt eingesetzt.

Beschaffenheit des Wassers

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Selbst wenn die Funktionsweise sehr einfach ist, ist es dennoch wichtig, die verschiedenen technischen Merkmale einer Motorpumpe zu verstehen, um die richtige Pumpe für den eigenen Bedarf auszuwählen. Die Beschaffenheit des Wasser ist das erste Kriterium.


Klares Wasser 

Wenn Sie eine Motorpumpe suchen, um Ihren Garten zu bewässern oder den Pool zu leeren, ist ein Modell für klares Wasser ausreichend. Die maximale Fremdkörpergröße (oder Korngröße) ist sehr gering (kleiner als 5 Millimeter). Das bedeutet, dass Partikel, die größer als fünf Millimeter sind, eventuell die Pumpe verstopfen können.


Schmutzwasser

Wenn Sie ÜberflutungswasserAbwasser oder jegliche Art von Wasser, das Schwebstoffe enthalten könnte, pumpen möchten, sollten Sie sich eine Schmutzwasserpumpe zulegen. Die maximale Fremdkörpergröße liegt in den meisten Fällen in der Größenordnung von 10 bis 20 Millimeter.

Stark verschmutztes Wasser


Für stark verschmutztes Wasser gibt es spezielle Pumpen, die auch extragroße Fremdkörper (> 25 mm) pumpen können. Wenn Sie Schlamm, Wasser mit Klopapier und Hygienetüchern oder Wasser mit Holzstücken, Bauschutt etc. pumpen müssen, gibt es spezielle Systeme mit integrierter Zerkleinerungseinheit.

Welchen Motortyp?

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Der Motor ist ein essenzieller Bestandteil der Pumpe und bedarf deshalb spezieller Beachtung. Je nach dem, ob er mit Diesel oder Benzin angetrieben wird, ändern sich die Leistung und die Wartungsanforderungen.

Benzinmotor

 
Benzinmotoren werden für die eher unregelmäßige Nutzung empfohlen. Sie machen weniger Lärm als Dieselmotoren. Sie müssen genau wie jeder andere Motor nur in begrenztem Ausmaß gewartet werden: Ölstand, Luftfilter und Zündkerze sollten regelmäßig überprüft werden.

Benzinmotoren lassen sich leichter starten, selbst wenn sie länger nicht benutzt wurden - vor allem im Vergleich zu einem Viertakt-Dieselmotor. Benzinmotoren sind kostengünstiger und leichter zu bedienen als Dieselmotoren.


Dieselmotor

Dieselmotoren werden für intensive und regelmäßige Nutzung empfohlen. Im Allgemeinen sind die leistungsstärksten Motorpumpen mit solchen Motoren ausgerüstet (zum Beispiel in der Brandbekämpfung). Sie machen mehr Lärm und ihre Instandhaltung ist aufwändiger. Auch der Start ist schwerfälliger. Die schwersten Modelle verfügen über einen elektrischen Starter.

Pumpen mit Dieselmotor sind teurer als Benzin-Modelle und zahlreiche Einzelteile sollten regelmäßig überprüft werden: Zündung, Glühkerze, Filter, Ölstand, Einspritzer. Diesel-Motorpumpen sind häufig auf einem Fahrgestell montiert, weil sie sehr schwer sind und sonst kaum transportiert werden könnten.

Erklärungen: Durchsatz, Druck, Förderhöhe

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Durchsatz, Druck und Förderhöhe sind die wichtigen Kennzahlen, die die Wahl Ihrer Motorpumpe bestimmen.

Der Durchsatz


Der Durchsatz ist das wichtigste technische Merkmal für die Leistung einer Pumpe. Der Durchsatz drückt die Wassermenge aus, die von der Pumpe in einer bestimmten Zeit gepumpt wird. Er wird in Liter pro Minute oder Kubikmeter pro Stunde ausgedrückt. 6 Kubikmeter pro Stunde entsprechen 100 Litern pro Minute. Beachten Sie bei der Wahl Ihrer Pumpe jedoch, dass der Durchsatz je nach Saugtiefe und Höhe der Auslassöffnung variiert.

Bei gleichem Durchmesser des Schlauchs und gleicher Pumpe, ist der Durchsatz umso kleiner, desto größer der Höhenunterschied zwischen Ansaug- und Austrittsstelle ist. Umso näher Ansaug- und Austrittsstelle beieinander liegen, desto höher ist der Durchsatz.

Der Druck


Die Kennzahl Druck beschreibt die Kraft, die das Wasser beim Austritt in den Pumpenschlauch hat, und wird in B (Bar) ausgedrückt. Viele Hersteller geben den Druck als Förderhöhe in Metern an. 1 Bar entspricht in etwa maximal 10 Metern Förderhöhe. Der Druck geht Hand in Hand mit dem Durchsatz. Es handelt sich dabei um ein Gesetz der Hydraulik: Bei fixem Durchsatz mit einem Schlauch mit großem Durchmesser ist der Druck eher niedrig. Ist der Schlauch kleiner, ist der Druck entsprechend größer. Um das besser zu verstehen, schauen wir uns ein Beispiel an: Eine Pumpe mit laut Herstellerangaben 2,5B oder 25 Metern maximaler Förderhöhe baut einen Druck von 2,5 B auf, wenn das Wasser auf gleicher Höhe wie die Pumpe austritt. Wenn der Wasseraustritt 10 Meter über der Pumpe liegt, bleiben nur 1,5B übrig, und so weiter.

Die Gesamtförderhöhe


Um ehrlich zu sein, das Prinzip der Förderhöhe ganz zu durchschauen ist für Neulinge nicht einfach. Manche Hersteller geben Sie jedoch als essenzielles Kriterium an. Schauen wir sie uns also etwas näher an. Die benötigte Meterzahl berechnet sich wie folgt: Saughöhe (Höhenunterschied zwischen Pumpe und Ansaugstelle) + Austrittshöhe (Höhenunterschied zwischen Pumpe und Austrittspunkt) + gewünschter Druck (1bar = 10m) + Rohrreibungsverluste.

Beispiel:
Saugtiefe = 3m (der Grund eines Schwimmbeckens zum Beispiel, die Pumpe steht am Beckenrand) + Austrittshöhe = 2m (die Höhe über dem Boden und somit über der Pumpe, auf der sich zum Beispiel der Abfluss befindet) + gewollter Druck = 2Bar (also 20m) + Verluste = 10% (wegen der Länge der Rohre und Verbindungsstücke). Wir brauchen also mindestens eine angegebene Förderhöhe von 27,5m: (3 + 2 + 20) + 10%. Sollte die Saugtiefe allerdings mehr als 7m betragen, benötigen Sie eine andere Wasserpumpe, am besten eine Tauchpumpe. Keine Motorpumpe ist stark genug für solche Tiefen.

Hinweis: Da die Korrelation zwischen Durchsatz/Druck/Förderhöhe nicht für jeden ersichtlich ist, visualisieren manche Hersteller die Beziehung zwischen den Kennzahlen in einer Kurve, die einfacher zu lesen ist.

 

Weitere technische Merkmale von Motorpumpen


Jetzt, wo Sie entsprechend Ihres Bedarfs festgestellt haben, welchen Typ Motorpumpe, welche Sorte von Motor und welchen Durchsatz Sie brauchen, gibt es noch ein paar weitere Punkte zu beachten.

 

Die Ansaugung


Durch die Ansaugung wird sichergestellt, dass beim Starten der Pumpe keine Luft mehr in der Pumpe ist und so das Wasser problemlos in Bewegung gesetzt werden kann. Bei älteren Modellen muss das manuell getan werden. Heute sind aber fast alle Pumpen selbstansaugend, damit das Starten komfortabler und schneller geht.

Betriebsdauer pro Tankfüllung


Ein wichtiges Kriterium, besonders wenn Sie die Pumpe häufig bewegen und an verschiedenen Orten einsetzen. Selbst wenn Ihre Pumpe sehr lange mit einer Tankfüllung auskommt, haben Sie besser immer einen Kanister Benzin bzw. Diesel dabei!

Das Gewicht


Für die gelegentliche Nutzung und, wenn Sie die Pumpe häufig bewegen, achten Sie besonders auf das Gewicht! Wenn das Gerät zu schwer ist, verkompliziert das die Nutzung immens.

Welcher Zubehör ist nötig?

Eine Motorpumpe - nicht schlecht. Aber mit dem passenden Zubehör geht es noch besser!
 
Der Saugkorb sitzt am Ende des Schlauchs und ist das erste Filterlement.

Verlängerungsschläuche können, wie der Name schon sagt, dazu genutzt werden, um den Pumpschlauch zu verlängern.

Saugschläuche gibt es mit verschiedenen Durchmessern.

Abdichtungen sorgen dafür, dass an den Anschlüssen der Verlängerungsschläuche kein Wasser austritt. 

Nutzungshinweise

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Egal für welches Modell Sie sich entscheiden, beachten Sie immer die Wartungshinweise des Herstellers für den Motor.
 
Überprüfen Sie vor jedem Start (egal ob Diesel- oder Benzinmotor) den Ölstand, den Zustand des Luftfilters und den Treibstoffstand.
 
Wenn Ihre Pumpe nicht selbstansaugend ist, füllen Sie bei jedem Startversuch den Wasserbehälter für die Ansaugung auf (andernfalls riskieren Sie, dass der Motor überhitzt und durchbrennt).
 
Überprüfen Sie ebenfalls die Dichtungen der Schläuche, besonders wenn Ihre Pumpe sehr leistungsstark ist!
 
Unfälle durch "tanzende Schläuche" passieren häufig. Sollte ein Schlauch sich lösen, schalten Sie zu allererst die Motorpumpe ab.


 




Erfahren Sie alles über Pumpen und Wassersysteme. Wir helfen Ihnen gerne, Ihre Wahl zu treffen. Folgen Sie dem Rat unserer Redakteure und stöbern Sie in unseren Einkaufguides! 

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Jérôme, Controller, Berlin 117 Ratgeber écrits

Jérôme, Controller, Berlin

Als ausgebildeter Elektriker arbeitete ich zunächst in der Industrie, wo ich viele Einrichtungen installierte, verkabelte und wartete. Danach betreute ich Teams, die diese Arbeiten realisierten. Vor über zehn Jahren wandte ich mich dem Bau und der Konstruktion zu. Vom kleinen Einfamilienhaus über Fitness-Studios bis zu Konzerthallen hatte ich die Möglichkeit, Baustellen aller Art zu koordinieren, zu kontrollieren und zu organisieren.

Seit 4 Jahren restauriere und erweitere ich ein Ferienhaus im Herzen der Haute Savoie. Meine Berufserfahrung und meine Kenntnisse haben mir dabei einen großen Dienst erwiesen. Landschaftsbau, Innenarchitektur, Dach, Sanitär, Strom, alles ist möglich! Wir, meine Tochter, meine Frau und ich, haben fast alles selbst gemacht! Ihre Fragen beantworten, Sie anleiten oder bei der Wahl Ihrer Werkzeuge beraten? Ganz einfach!

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