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Ihr Einkaufsguide für eine Oberflächenpumpe

Ratgeber verfasst von:
Sebastian, Autor, München

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Die Oberflächenpumpe ist die Lösung zum Pumpen von klarem Wasser, Abwasser und Schmutzwasser. Monozellulär oder multizellulär, die Rolle der Pumpe ist es, zu saugen und zu entladen. Für Brunnen-wasser, Bewässerung des Gartens oder einfach um einen Swimmingpool zu leeren, ist die Oberflächen-pumpe ein Muss!

Wichtige Eigenschaften

  • Durchflussmenge
  • Druck
  • Gesamtförderhöhe
  • Saughöhe
  • Förderhöhe
  • Verluste
  • Material
  • Monozellulär
  • Multizellulär

Oberflächenpumpe: Definition?

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Eine Oberflächenpumpe saugt Wasser an einem Punkt A an, mit dem Ziel, das Wasser an einem Punkt B wieder auszustoßen. Der Punkt A kann dabei ein Brunnen, Schwimmbecken, ein Becken im Garten oder sonstiges sein und der Punkt B ein Garten, ein Gartenschlauch, die Kanalisation, ein Graben, einen Wasseranschluss oder Ähnliches. Die Oberflächenpumpe kann auch Elektrogeräte wie eine Waschmaschine, eine Spühlmaschine oder ein WC betreiben.

Damit das Pumpen gelingt, schafft die Pumpe ein Ansaugen indem sie sich sehr schnell dreht und dank eines Motors mit einer oder mehreren Turbinen, die auch "Schaufelräder" genannt werden.

Die Oberflächenpumpe, wie ihr Name schon sagt, bleibt an der Oberfläche, im Gegensatz zu einer Tauchpumpe. Die Oberflächenpumpe wird auch verwendet in Druckerhöhungs-pumpen, Hydrophore genannt, zusätzlich zum Verdichter. Die Oberflächenpumpe ist dazu geschaffen, Ansaugungen von weniger als 8 m Tiefe vorzunehmen. Ist diese größer als 8 m, ist die Tauchpumpe an der Reihe.

Die besonderen Eigenschaften der Oberflächenpumpe sind ihre Durchflussmenge, ihr Druck, die Förderhöhe, und ihr Material sowie hauptsächlich der Körper der Pumpe.

Wie Sie die Druckhöhe einer Pumpe bestimmen

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Bevor Sie das Kind mit den Saugfiltern auskippen, hier einige Hinweise und Definitionen, um den Druck, die Förderhöhe und die Druckhöhe sowie die Durchflussmenge der Oberflächenpumpe zu bestimmen!

  • Der Druck : dieses technische Kriterium definitiert die Stärke des Wasserstrahls beim Rückstrom je nach Pumpenschlauch. Der Druck wird in B (Bar) angezeigt. Viele Hersteller geben den Druck auch in Wassersäulen an. 1 B = 10 Wassersäulen. Der Druck geht Hand in Hand mit der Durchflussmenge. Das ist eines der Hydraulikprinzipien: bei festem Durchfluss mit einem Pumpschlauch mit großem Innendurchmesser haben Sie wenig Druck, bei einem Schlauch mit geringem Durchmesser hohen Druck.
    • Beispiel: Eine Oberflächenpumpe deren Druck vom Hersteller bei AUstritt aus der Pumpe mit 6 B oder 60 Wassersäulen angegeben wird, verfügt über eine Föderhöhe von max. 60 m
    • Die Länge des Schlauches der Pumpe ist est ebenfalls wichtig, man rechnet mit 10% Druckverlust d.h. 1 B auf 10 Meter für einen Schlauch von 1’’ d.h. 26/34. Für eine komfortable Nutzung sollten Sie 2 B Druck bei Austritt aus dem Schlauch hinzurechnen.  
  • Die Förderhöhe wird in Wassersäulen angegeben. Diese Angabe ist sehr wichtig, da Sie sich versichern müssen, dass das angesaugte Wasser auch am Entladungspunkt ankommt. Die meisten Hersteller von Oberflächenpumpen geben entweder eine Förderhöhe an (Höhenunterschied zwischen der Pumpe und dem AUstrittspunkt) oder eine Gesamtförderhöhe (GFH) in Metern. Die GFH gibt die Höhe der Wsserabgabe + den Druck beim Austritt + Verluste an;
  • Der Durchfluss gibt die Menge Wasser an die auf einen bestimmten Zeitraum angepumpt wird. Um das zu verstehen sollten Sie als Rechengrundlage 6 m3/h nehmen, die entsprechen 100 l/mn. Allerdings sollten Sie bei der Wahl auch berücksichtigen, dass je nach Saugtiefe und Höhe des Austrittspunktes der Durchfluss variiert. Für einen bestimmten Durchmesser des Pumpschlauchs und für eine bestimmte Pumpe gilt, je höher der Höhenunterschied, desto weniger Durchfluss. Umgekehrt gilt, je näher sich der Ansauge- und Austrittspunkt in der Höhe liegen, desto größer ist der Durchluss. Wenn Ihre Oberflächenpumpe dazu bestimmt ist, Ihr Haus zu versorgen, sollte Sie davon ausgehen dass Sie am Austritt mind. 2 m3/h für 5 Personen benötigen. Dann fügen Sie 0,250 m3/h für jede weitere Person hinzu. Wenn es hingegen um Bewässerung geht, reicht 1 m3 für 400 m² und 3,5 für 800 m².
 
Falls Sie Wsser aus einem Brunnen beziehen, berücksichtigen Sie die Saugtiefe und die Wasserart. Auch muss man auf die Förderhöhe achten, d.h. die Höhe zwischen der Oberflächenpumpe und dem Austrittsort - wenn Ihr Garten viel weiter oben liegt als der Brunnen z.B. und wenn Sie über Automatische Bewässerung verfügen ist es nötig den Durchfluss zu kennen, den Sie benötigen - denn je mehr Bewässerungspunkte es gibt, desto größer muss die Durchflussmenge sein!

Oberflächenpumpe: von klarem, über belastetes bis hin zu sehr belastetem Wasser

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Die Wasserqualität bezieht sich auf das zu pumpende Wasser, da Leitungswasser klar ist. Falls Sie also Wasser aus einem Brunnen oder einem Wasserloch anpumpen, achten Sie auf die Wasserart. 

Das durch Ihre Oberflächenpumpe gepumpte Wasser kann aus dreierlei Qualität sein:
  • klares Wasser;
  • belastetes Wasser; 
  • sehr belastetes Wasser.

Klares Wasser

Wenn Sie die Pumpe nur zum Bewässern aus einer Regenwasserzisterne benötigen, ist ein Modell für "klares Wasser" perfekt. Sein Durchlaubreite ist sehr gering (< 5 mm). Das bedeutet, dass Verunreinigungen über 5 mm die Pumpe verstopfen können.


Belastetes Wasser

Falls Sie benutztes Wasser oder alles andere Waser, das möglicherweise Schwebstoffe enthält pumpen wollen, sollten Sie lieber eine Pumpe für "belastetes Wasser" aussuchen. Das Durchlaufbreite ist in der oberen Kategorie zwischen 10 à 20 mm.
 

Schwer belastetes Wasser


Für schwer belastetes Wasser finden Sie spezielle Oberflächenpumpen, die über eine große Durchlaufbreite verfügen (> 25 mm). Darüber hinaus, falls Sie vorhaben benutztes und stark belastetes Wasser zu pumpen, gibt es Pumpen die mit einem Flügelrad ausgestattet sind, die eine große Durchlaufbreite haben.

Wichtige Eigenschaften um seine Oberflächenpumpe richtig auszuwählen

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Ratschläge zur richtigen Auswahl Ihrer Oberflächenpumpe!

  • Monozelluläre Pumpen haben keine "Turbinen" für die Ansaugung. Das sind Pumpen für einen einfachen häuslichen Gebrauch wie z.B. zum Entleeren eines Schwimmbeckens, der Bewässerung eines Gärtchens etc. Monozelluläre Pumpen können nur klares Wasser pumpen, das keine Partikel über 0,5 mm enthält. Die Benutzung eines Ansaugsiebs ist daher unerlässlich. Diese Pumpen sind sehr laut, bis zu 80 Dezibel.
  • Multizelluläre Pumpen verfügen über mehrere "Turbinen" zum Ansaugen. Ihre Funktionsweise ist sehr einfach: Das erste Rat baut einen gewissen Druck auf das Wasser auf, die nächste erhöht ihn und so weiter. Diese Pumpen sind leistungsfähiger, wirtschaftlicher, robuster und leiser. Sie sind ideal für Gartenbaukulturen oder große Flächen. Sie werden ebenfalls für klares Wasser empfohlen. 
  • Zentrifugenpumpen sind einfach, robust und verfügen über einen hohen Durchfluss. Zentrifugenpumpen sind nicht automatisch betrieben (daher ist ein Rückschlagventil nötig) und pumpen nur dickflüssige Flüssigkeiten.
  • Die Versorgung der Oberflächenpumpe kann ein- oder dreiphasig sein. 
  • Die Motoren dieser beiden Pumpenarten werden durch das durchfließende Wasser heruntergekühlt. 
  • Der Grenzwert einer Oberflächenpumpe sollte besser nicht ausgereizt werden. Falls Sie zusätzliche Informationen benötigen, werfen Sie einen Blick auf die technische Beschreibung der Pumpe, in der die Leistungskurve angezeigt wird.
  • Ein Pumpenkörper aus Edelstahl ist am Besten und ein Motorgehäuse aus Aluminiumschmelze ist sehr robust.
  • Das Material des Drehzylinders kann verschiedener Art sein. Nehmen Sie am Besten rostfreien Stahl. Hinsichtlich der Antriebswelle bevorzugen Sie besser eine Karbonlegierung. Am Besten ist aber Aluminium.     
  • Ein automatischer Antrieb  eröffnet einen guten Nutzungskomfort. 
  • Der Sicherheitsmechanismus bei Wassermangel  hält die Oberflächenpumpe automatisch an bei Abwesenheit von Wasser. 
  • Hinsichtlich der Stromversorgung Ihrer Oberflächenpumpe sollten Sie sich versichern, dass das Stromnetz, an das sie angeschlossen wird, über einen Überhitzungsschutz verfügt. Sollte das nicht der Fall sein und das Rad blockieren oder die Pumpe leerlaufen, verbrennt sonst der Motor! 
  • Um sich vor unvorhergesehenem Leerlauf zu schützen und bei allen Pumpentypen sollten Sie immer daran denken, ein Rücklaufventil einzubauen.
  • Die Lautstärke kann ein wichtiger Faktor sein je nach Lokalisierung der Pumpe - zur Erinnerung, für Ihre Gesundheit sollten 85 dB nicht überschritten werden.

Zusammenfassung: 6 entscheidende Eigenschaften der Oberflächenpumpe

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Essentiel bei der Wahl Ihrer Oberflächenpumpe, ist es wichtig folgendes festzulegen:

  • die Förderhöhe;
  • die Saugtiefe – falls tiefer als 7 m, nehmen Sie lieber eine Tauchpumpe ;
  • der Durchfluss und der gewünschte Druck unter Schätzung der Verlustmengen - schätzen Sie Ihren Bedarf wobei Sie die Förderhöhe, die Qnsqghöhe, die Länge des Schlauchs und eine Marge mit einbeziehen;
  • die Gesamtförderhöhe (GFH) – Angabe inkl. Föderhöhe + Druck am Austrittsort + Druckverluste;
  • die Art des Wassers – bei jeder Wasserart ist das Ansaugsieb unerlässlich;
  • zur häuslichen Versorgung werden ein Verdichter und ein Blasenspeicher zur Erhaltung der Pumpe empfohlen.


Analysieren Sie Ihren Bedarf richtig und runden Sie tendenziell eher auf. Wenn Sie eine Ansaugung von Brunnenwasser in 7/8 Metern Tiefe vornehmen, wählen Sie lieber eine Tauchpumpe: sie ist leiser weil eingetaucht und Sie erzielen ein besseres Ergebnis. Wenn Sie Ihre Pumpe im Winter nicht verwenden, denken Sie daran Sie zu leeren und sie vor Frost zu schützen.  Blasenspeicher bieten nicht immer einen guten Korrosionsschutz, ein Rostschutz ist einfach anzuwenden und günstig - denken Sie dran! Und der Blasenspeicher muss ebenfalls geleert werden wie die gesamte Installation - lassen Sie sich besser nicht überraschen! 



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Sebastian, Autor, München 185 Ratgeber écrits

Sebastian, Autor, München

Nach meinem Abschluss an einer Handelshochschule bot sich mir die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Zimmermann zu machen. Was für ein edler, aber harter Beruf! Die Winter und der Regen trieben mich jedoch von den Dächern wieder herunter und direkt durch die Tür eines Eisenwarengeschäfts, in dem ich daraufhin – wenig überraschend – als Eisenwarenhändler gearbeitet habe.

Vom Hammer bis zum Meißel habe ich im Laufe der Jahre auch alle Abteilungen in Heimwerkermärkten kennengelernt und weiß genau, wie die Produkte dort funktionieren und wofür man sie braucht. Neben meiner Tätigkeit für diese beiden Läden habe ich aber auch als Schlosser, Dachdecker, Tischler oder in der Industriebranche gearbeitet.

Dank meiner praktischen Erfahrungen und meines technischen Know-hows weiß ich genau, was ein gutes Werkzeug oder die richtige Ausrüstung ausmacht. Und weil ich lieber schriftlich einen guten Rat gebe, als von Montag bis Samstag in einem Geschäft zu stehen und immer dieselbe Beratung zu geben, war es nur logisch, dass ich Autor geworden bin.

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