Gründüngung untergraben: So geht's

Gründüngung untergraben: So geht's

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

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Die Gründüngung ist ein Lückenfüller zwischen zwei Gemüsesorten. Sie soll dem Boden unter anderem die mineralischen Elemente zurückgeben, die ihm die Wurzeln der Gemüsepflanzen aus der Tiefe entzogen haben. Um von ihren Vorzügen profitieren zu können, müssen Gründüngerpflanzen am Ende ihres Lebenszyklus in den Boden eingearbeitet werden. Hier erfahren Sie, wie es gemacht wird.

Wichtige Eigenschaften

  • Zeitraum der Nutzung
  • Mähen
  • Untergraben
  • Geeignete Pflanzen zur Gründüngung
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Die richtige Zeit zum Untergraben des Gründüngers


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Obwohl Gründüngerpflanzen meistens im Herbst ausgesät werden, um im Winter die Brachflächen zu besetzen, spricht nichts dagegen, die Aussaat dieser Pflanzen zu anderen Jahreszeiten vorzunehmen. Im Prinzip kann es jederzeit geschehen, wenn die Zeitspanne bis zum nächsten Gemüseanbau lang genug ist. Da die Vegetationszeit von Gründüngerpflanzen zwischen zwei und mehreren Monaten (bei langzyklischen Arten) beträgt, hängt der Zeitpunkt ihrer Vernichtung und Einarbeitung in den Boden von der Aussaat ab.

Unabhängig von der Jahreszeit müssen Gründüngerpflanzen gemäht werden, bevor sie Samen bilden. Andernfalls säen sich die Pflanzen möglicherweise von selbst wieder aus und erscheinen als „Unkraut“ während der nächsten Gemüseernte. Die beste Zeit zum Mähen ist kurz vor der Blüte, sobald sich Blütenknospen gebildet haben.

In dieser Phase weist die Pflanze die höchste Konzentration an Nährstoffen und vor allem an stickstoffhaltiger Materie auf. Ihre Zersetzung im Boden erfolgt jetzt schneller, als wenn Sie später mähen.

Mähen vor dem Untergraben des Gründüngers


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Die Ausgangslage kann wie folgt aussehen:

  1. Die Gründüngung wurde im Spätsommer oder Herbst ausgesät und durch den Frost weitgehend zerstört, was Ihnen die Arbeit etwas erleichtert. Dies gilt insbesondere für Pflanzen wie Acker-Senf, Wicke, Phazelie und Buchweizen. Mähen ist dann nicht mehr notwendig. Sie können, wenn Sie einen freien Boden haben möchten, die Pflanzenreste ausharken und Ihrem Komposthaufen beimischen.
  1. Der Gründünger ist kaum gewachsen (unabhängig von der Jahreszeit).

In diesen beiden Fällen können Sie den Gründünger direkt in die Bodenoberfläche untergraben.

In anderen Fällen müssen die Gründüngerpflanzen vor dem Untergraben gemäht werden. Sie können beim Mähen wie folgt vorgehen:

  • mit einem Rasenmäher mit maximaler Schnittlänge, wenn die Pflanzen nicht höher als etwa 30 cm stehen. Dabei sollten sich die Mähbahnen überlappen.
  • mit Sense, Sichel oder Motorsense;
  • bei kleinen Flächen mit einer Heckenschere oder Gartenschere.

Lassen Sie den Gründünger 2–3 Wochen auf dem Boden liegen, wo seine Zersetzung beginnt. Stark wachsende Pflanzen können Sie nach dem Mähen auch mit dem Rasenmäher zerkleinern.

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Gründünger in den Boden einarbeiten oder untergraben

Anschließend müssen die Reste der Gründüngerpflanzen untergegraben werden. Dies kann auf zwei Arten erfolgen:

Durch oberflächliches Umgraben des Bodens


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Dabei wird die organische Substanz nur oberflächlich eingegraben, denn für ihre Zersetzung ist Sauerstoff notwendig. Das Umgraben kann in einer Tiefe von 10 cm mit einer Spatenschaufel, mit einer Motorhacke oder Gartenfräse (durch Einstellen des Pflugs auf eine Tiefe von maximal 15 cm) durchgeführt werden.

Durch Einsatz von Zinkengeräten

Verwenden Sie eine Grabegabel, eine Spatengabel, einen Vierzahn oder ein motorisiertes Gerät wie eine Motorhacke oder eine Motorfräse. Wenn Sie mit einem motorisierten Gerät arbeiten, sollten Sie sich einmal längs und einmal quer durcharbeiten, um die Pflanzenreste gründlicher mit dem Boden zu vermischen.

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Nach der Gründüngung: Wann kann man Gemüse setzen?


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Warten Sie noch weitere 2–3 Wochen, bis sich der Gründünger zu zersetzen beginnt. Setzen Sie erst dann neue Pflanzen. Nach der Gründüngung empfiehlt es sich, junge Pflanzen zu setzen (Umpflanzung) statt zu säen und den nährstoffreichen Boden für Gemüse zu nutzen, das viel Stickstoff und organische Substanzen benötigt:

  • Kürbisse,
  • Melonen,
  • Tomaten,
  • Auberginen,
  • Kohl,
  • Sellerie,
  • Erdbeeren.

Gründüngerpflanzen herausreißen


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Das Wurzelsystem ist ein wichtiger Bestandteil von Gründüngerpflanzen, denn es versorgt den Boden mit Nährstoffen. Sie sollten die Gründüngerpflanzen erst dann herausreißen, wenn Sie einen sauberen Boden für die Aussaat kleiner Samen benötigen oder mit dem Säen nicht mehr warten können. In diesem Fall können Sie die entwurzelten Pflanzen als Mulch für eine andere Fläche verwenden oder Ihrem Kompost beigegeben.

Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten Pflanzen, die für eine Gründüngung genutzt werden können. Es ist üblich, eine Kombination von 2 oder sogar 3 Arten auszusäen: z. B. Phazelien/Ackerbohnen; Roggen/Wicke; Roggen/Erbse.

Gründüngung

Aussaatzeit

Untergraben

Hafer

März bis April

September bis Oktober

Nach 3 bis 4 Monaten oder im Frühjahr mähen.

Raps

August bis September

Zum Winterende mähen.

Ackerbohne

März bis Mai

August bis September

Im Frühsommer oder im März untergraben.

Senf

März bis September

Im Frühjahr oder Sommer säen, im Herbst einarbeiten. Zerkleinern, falls nicht vom Winterfrost zerstört.

Phazelie

März bis September

8–10 Wochen nach der Aussaat mähen. Wird im Winter zumindest teilweise vom Frost zerstört.

Buchweizen

April bis August

Bei Aussaat im Frühjahr oder Sommer nach 2 Monaten vernichten. Wird im Winter vom Frost zerstört.

Roggen

August/September

Im Spätwinter mähen und untergraben.

Weißklee

März bis Mai

August/September

Bildet nach dem Mähen zahlreiche Triebe.

Inkarnat-Klee

August/September

Im Spätwinter mähen und untergraben.

Wicke

März bis Mai

April/September

Wird im Winter durch Frost zerstört.

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Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern, weshalb es nur logisch erschien, dass ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert habe. Im Auftrag für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), und zwar anfangs hauptsächlich Bestimmungsbücher, bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedensten Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir an einem hübschen Flecken meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich Ihnen ans Herz legen möchte.

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