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Gartentipps: Permakultur starten

Ratgeber verfasst von:
John, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

John, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

45 Ratgeber
Es gibt mehr als eine Art und Weise, einen Garten in Permakultur zu führen. Richtig oder falsch gibt es in dem Sinne nicht, wohl aber eine Reihe an grundlegenden Prinzipien, die zu beachten sind. Lesen Sie unseren Ratgeber und erfahren Sie das wichtigste, um einen nachhaltigen Garten zu haben.

Wichtige Eigenschaften

  • Terrain begutachten
  • Zeichnen und planen
  • Natürliche und menschliche Einflüsse beachten
  • Interaktionen einplanen

Das Terrain beobachten und analysieren: Die sechs wichtigsten Punkte




Um einen Permakulturgarten zu erstellen, sollten Sie sich zunächst die Zeit nehmen, um das Terrain zu begutachten. Diese Etappe ist sehr wichtig, wenn nicht sogar essenziell, damit der Garten ein Erfolg wird.

So finden Sie heraus, welches Potential das Terrain bietet und können sich am besten darauf einstellen. 

Behalten Sie immer Kopf, dass Sie Ihr Projekt im Laufe der Zeit entwickeln und anpassen können.

 1. Gelände und Mikroklimata

Wenn das Gelände abschüssig ist, achten Sie darauf, wie und welche Bereiche Wind und Witterung ausgesetzt sind, wo es am ehesten friert etc.

2. Sonneneinstrahlung

Wo scheint am meisten Sonne? Wo gibt es Schatten durch Bäume, Wände, Hänge? Dieser Punkt ist sehr wichtig für die Wahl der Pflanzen.

3. Gibt es Oberflächenwasser?

Bäche, Gräben und kleine Teiche erleichtern die Bewässerung mit einer Spränkleranlage oder mit einem Pumpensystem, das von einer einfachen manuellen Pumpe über eine Oberflächenpumpe bis hin zu einer Tauchpumpe reichen kann.

4. Die Vegetation

Die Pflanzen, die bereits auf Ihrem Terrein wachsen, sind Indikatoren für die Beschaffenheit des Bodens. Dafür benötigen Sie allerdings ein gewisses Wissen in Biologie. Achten Sie auf die Platzierung der Bäume: Was können sie Ihnen bringen? Oder wäre es besser, sie zu fällen?

5. Der Boden

Ob lehmiger, sandiger oder besonders nährstoffreicher Boden - davon hängt ab, welche Pflanzen in Ihrem Garten gedeihen können und welche Sie besser nicht pflanzen. Mit ein bisschen Erfahrung können Sie eine Menge über den Boden sagen. Andernfalls kann es helfen, die Nachbarn zu fragen oder Bodenproben durchführen zu lassen.

6. Die Fauna

Auf gesundem Terrain wimmelt es nur so vor Tieren: Vögel, Insekten und kleine Säugetiere.

Permakultur: Günstige Ressourcen nutzen


Überlegen Sie sich, welche Ressourcen Sie kostengünstig von außerhalb einbringen können. Das können Baumaterialien aus zweiter Hand, Erde oder Schutt, Steine oder auch Mist von einem nahen Reitstall oder Bauernhof.

Machen Sie sich eine Bedarfsliste und notieren Sie, was Sie erreichen möchten, worauf Sie Lust haben: Ein Spielterrein für Kinder, eine Ausruh-Ecke mit Blumen, ein kleiner Obstgarten? Möchten Sie einen Baum pflanzen, der Ihnen besonders gefällt? Welche Tiere hätten Sie vielleicht gerne?...
 
Und fragen Sie sich auch, wie viel Zeit Sie haben, um das Projekt zu realisieren, und ob Sie dabei Hilfe haben werden. Machen Sie sich einen Plan.

Das Design des Gartens: Drei wichtige Schritte



1. Plan erstellen

Machen Sie sich eine Zeichnung von Ihrem Garten. Zeichenen Sie alle Elemente des Terrains ein. Stellen Sie schematisch die Wanderung der Sonne und die Schatten, die durch Bäume etc. entstehen, dar. In welchen Bereichen wird es viel Wind geben? Wo stehen Bäume? Wo gibt es Wasser?

2. Einteilung in Zonen 

Teilen Sie Ihren Garten in mehrere Zonen ein. Kriterien können etwa die Nähe zum Haus, bestimmte Aktivitäten die in bestimmten Bereichen stattfinden sollen etc. Zum Beispiel sollte ein Sandkasten für Kinder nicht zu weit vom Haus entfernt sein.

Auch der Kräutergarten sollte nicht zu weit vom Haus entfernt sein, damit Sie während dem Kochen schnell noch ein bisschen Petersilie holen können. Gehege für Tiere, die viel Pflege brauchen sollten ebenfalls nicht zu weit weg sein.
 
Der Gemüsegarten mit Gemüse, das nicht so häufig gerntet wird (Lauch, Möhren, Kohl etc.) kann etwas weiter entfernt sein. Gemüse, das nur einmal im Jahr geerntet wird (Kürbisse, Kartoffeln...), können Sie an den Rand des Gartens legen. Zusammen mit den Obstbäumen.
 
Ganz am Rand können Sie auch wilde Bereiche planen, wo Flora und Fauna tun und lassen kann, was sie wollen. Auch ein Holzlager und eine Hecke machen sich dort gut.
 
Wenn Sie viel Platz haben, können Sie Ihren Garten so in vier bis fünf Zonen einteilen.

3. Interaktion planen

Witterung, Sonne, schöne und weniger schöne Ecken der Land- und Nachbarschaft - mit dem richtigen Design und der richtigen Anordnung können Sie aus allem etwas machen. Alle Elemente, ob Gebäude, Pflanzen oder Wege, sollten miteinander interagieren.

Beispiele: Pflanzen, die viel Sonne und Wärme brauchen, machen sich vor einer Mauer gut. Wenn Sie keine großen Schatten möchten, sollten große Bäume am nördlichen Rand des Terrains stehen. Eine Hecke kann unschöne Gebäude der Nachbarn verdecken. Ein Gewächshaus entlang der Hauswand heizt im Winter das Haus mit.

Heute gut anbauen, um morgen gut zu leben


Die Permakultur wie auch das Gärtnern nach dem Mond sind komplementäre Ansätze, bei denen es in erster Linie darum geht, uns ideal auf die Umwelt einzustellen und so nachhaltig, verantwortungsvoll und gleichzeitig ökonomisch anzubauen.

Wenn man sich nach dem Mondkalender richtet, kann dadurch die Produktivität steigen, Pflanzen besser wachsen, Samen widerstandsfähiger sind etc.

Die Permakultur ist ein Lebensstil, der weit über den Bio-Anbau hinausgeht. So soll die Umwelt gestärkt und für spätere Generationen erhalten bleiben. Das Grundprinzip ist ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Wirtschaften mit allen Ressourcen. Ein Denkprinzip, das sich längst nicht mehr nur auf die Landwirtschaft beschränkt.








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John, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn 45 Ratgeber écrits

John, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Bereits von Kindesbeinen an arbeitete ich im Garten der Familie. Vielleicht wurde deshalb mein Interesse für Pflanzen und Gartenarbeit geboren. So war es logisch für mich, zu einem gewissen Zeitpunkt Studien in Pflanzenbiologie und in Agronomie zu folgen.

 

Auf Anfrage verschiedener Verlage schrieb ich in 25 Jahren viele Bücher zum Thema Pflanzen, Pilze (ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt), in der ersten Zeit mehr Pflanzen-Bestimmungsbücher, später dann auch über die Gartenpflege und so konnte ich die erste Leidenschaft meiner Kindheit wiederbeleben.

 

Ich veröffentlichte auch regelmäßig in mehreren Fachzeitschriften Beiträge zum Thema Gartenarbeit, oder etwas allgemeiner gehaltene über Natur. Da es keinen Gärtner ohne Garten gibt, kultiviere ich meinen seit 30 Jahren in einer kleinen Ecke der Auvergne und praktiziere Anbaumethoden, die ich Ihnen gern empfehlen möchte.

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