Die richtige Auswahl Ihrer Holzsäge

Ratgeber verfasst von:
Joana, Junge Akademikerin von der Kunsthochschule, Nordrhein-Westfalen

Joana, Junge Akademikerin von der Kunsthochschule, Nordrhein-Westfalen

4 Ratgeber

Wer hat keinen Fuchsschwanz in seiner Werkstatt? Die Holzsäge ist ein unverzichtbares Werkzeug! Gerade, präzise Zuschnitte gewünscht? Es lebe die Gehrungssäge! Das Rundholz ist zu lang? Die Holzsäge löst Ihr Problem! Sie stellen Vorlagen her? Dann ist die Dekupiersäge Ihr bester Freund! Ein Hoch auf die Sägen! 

Wichtige Eigenschaften

  • Manuell
  • Mechanisch
  • Typ

Manuelle oder mechanische Holzsäge?

Man unterscheidet zwei Arten von Holzsägen: manuelle und mechanische. Alle Sägen sägen nach dem selben Prinzip: Kleine, spitze Metallzähne folgen aufeinander.

1. Manuelle Säge

Manuelle Sägen sind ideal für eine gelegentliche Nutzung an Orten, an denen es keinen Strom gibt, und es gibt sie für kleines Geld. Obwohl! Mit einer manuellen Säge werden Sie bestimmte Arbeiten bewältigen können. Je nach Platz und zu sägendem Holzstück gibt es manchmal nichts besseres als einen Fuchsschwanz!


2. Mechanische Säge

Mechanische Sägen sind oft teurer aber effizienter. Bye bye sportliche Betätigung, hallo Komfort!

Die 9 Typen der manuellen Säge

ManoMano
Manuelle Sägen sind unerlässliche Werkzeuge für jeden Hobby-Bastler, sie nehmen wenig Platz weg und sind daher leicht zu transportieren. Sie sollten Teil jedes Überlebens-Kits für die einsame Insel sein! Man findet sie selbst an den besten Schweizer Taschenmessern und das will was heißen! Sie erwecken den inneren Davy Crockett zum Leben, den Schreiner-Lehrling oder einfach den Gelegenheitsbastler - den Ast abschneiden, der über der Allee hängt, Holzhacken für den Kamin, Möbel reparieren etc. Für jede Arbeit gibt es eine passende Säge. Hier kommt eine Übersicht!

 

1. Fuchsschwanz 

Sicher am bekanntesten, da am vielseitigsten. Die Sägezähne gibt es in verschiedenen Größen: Sie passen sich also an die Arbeiten an. Im Allgemeinen können Sie sich merken: Je größer die Sägezähne, desto schneller zersägen Sie Ihr Holzstück, aber desto gröber ist auch der Schnitt. Kleine Sägezähne hingegen sägen sehr sauber und präzise, erfordern jedoch ein langes und mühsames Sägen.

 

2. Rückensäge

In Kombination mit einer Gehrungslade für präzise Winkelschnitte (45°/90°) sägen ihre feinen Sägezähne schnell und präzise Zargen, Leisten und andere Tischlerarbeiten. Kann auch Finger abschneiden.

 

3. Japanische Säge

Sie gewinnt an Bekanntheit! Mit einer biegsamen Klinge mit kleinen Zähnen versehen kann sich die japanische Säge verdrehen, um auch an schwierige Stellen zu kommen. Sie wird für alle bündigen Schnitte empfohlen. Diese sind sauber und präzise. Im Gegensatz zu westlichen Sägen sägt sie beim Ziehen, wodurch das Sägen müheloser ist. Sägen Sie damit aber kein Fischgrätenmuster, das wäre reine Zeitverschwendung!

 

4. Stichsäge

Ihre "lange Schnauze" (dickes, hartes und spitzes Sägeblatt) ermöglicht es an Stellen zu kommen, die schwer zugänglich sind und gerade oder krumm zu schneiden, wie z.B. eine Kreisform inmitten eine Platte.

 

5. Laubsäge

Schmales Sägeblatt, das durch einen u-förmigen Rahmen gehalten wird, ideal um Kurven zu folgen. Die Laubsäge ist die beste Freundin von Modellbauern, die auf der Suche nach feinen und präzisen Schnitten sind.

 

6. Schleifsäge

Wie der Name schon sagt, ist die Säge für bündiges Schneiden ausgelegt. Die Klinge hat eine leichte Ablösung, die es dem Anwender ermöglicht, Verletzungen beim Sägen zu vermeiden. Die Schleifsäge wird für die Endfertigung verwendet. 

 

7. Holzscheitsäge

Für Holzscheite, echte Holzscheite! Nicht das Weihnachtsgebäck, sondern die großen Holzstücke, die an langen Winterabenden ins Feuer geworfen werden. Riesige Sägezähne und eine Halterung aus Stahl - die Lieblingssäge der Holzfäller und Psychopathen.

 

8. Baumsäge

Zum Ausästen natürlich. Ein Griff, ein gebogenes Sägeblatt und ein paar Muskeln um das Ganze zum Laufen zu bringen! 

 

9. Rahmensäge

Man findet sie eher auf Flohmärkten als in Werkstätten, die noch keine 50 Jahre alt sind. Das ist die Säge Ihres Großvaters. Ihre Form: ein Holzrahmen und ein Sägeblatt auf einer Seite des Vierecks. Sie sägt zwar gut, ist aber etwas altmodisch.

Die 10 Typen mechanischer Säge?

ManoMano

Mechanische Sägen erleichtern die Ausführung von Arbeiten und ermöglichen eine schnellere und präzisere Durchführung. Sie faszinieren den Bastler, wenn er sie mit ihren manuellen Gegenstücken vergleicht. Es gibt mechanische Sägen für alle Arten von Arbeiten. Achten Sie auf Ihre Finger, hier wird scharf gesägt!

 

1. Stichsäge

Sehr handlich erlaubt das feine Sägeblatt in Hin- und Herbewegung gerade oder ungerade, präzise und schnell zu sägen. Nicht zu empfehlen für lange, dicke Schnitte, da sie einen Hang zum Entfetten hat - der Schnitt ist leicht angewinkelt. Wird auch Känguruh-Säge genannt. Nein? Ach was!

2. Kreissäge

Das mindeste was man sagen kann, ist, dass die Kreissäge ein starkes Ding ist! Das kreisförmige sich drehende Sägeblatt sägt tolle, glatte Längen. Die Einstellung für Tiefe und Neigung ermöglichen sogar Nuten und schräge Schnitte bis 45°. Eine tolle Säge!

3. Tauchsäge

Eine Eintauchsäge ist eine Kreissäge mit erhöhter Schnitttiefe, die es Ihnen ermöglicht, mit dem Sägen in der Mitte der Platte zu beginnen. Spezielles Gerät für spezielle Verwendung. 

4. Gehrungssäge

Mechanisierte Version der "Gehrungslade". Befestigt auf einer Tischplatte erhält man so schnell Zuschnitte oder Einschnitte mit gleichmäßigen Winkeln. Es gibt verschiedene Größen. Ideal für alle Holzarbeiten in Serie (Wandverkleidung, Parkett etc.).

5. Radialsäge

Ein bisschen wie eine Gehrungssäge, nur, dass sie auf einem Arm angebracht ist, der es erlaubt, breitere Teile zu sägen. Man legt das zuzuschneidende Stück auf den Tisch, dann legt man die Säge an die Vorderseite und rückt vor. Die Radialsäge ermöglicht auch Gehrungsschnitte.

6. Dekupiersäge

Dank des flexiblen Sägeblatts mit winzigen Sägezähnen, die durch einen Pendelarm gehalten werden ist sie perfekt, um Puzzel zuzuschneiden. Der Kipptisch ermöglicht schräge Schnitte. Das ist ein Muss für präzise Schnitte im Modellbau.

7. Bandsäge

Selbst in der Miniaturversion ist das die größte Säge. Ihr endloses Sägeband (das zwischen zwei Endstücken gespannt ist) sägt mit Genauigkeit und mühelos höhere Stücke als die anderen Sägen. Mit der schwenkbaren Arbeitsfläche wird alles möglich. Das ist die Säge für den versierten Schreinerhandwerker.

8. Säbelsäge

Ein bisschen wie ein mechanischer Fuchsschwanz. Die Säge erzeugt die selben Schnitte, außer dass man sich dabei weniger verausgabt. Eine gute Investition wenn Wiederholungsarbeiten anstehen oder man sich in unangenehmen Positionen wiederfindet.

9. Tischsäge

Wie bei allen feststehenden Maschinen müssen Sie das Holzstück zur Säge bringen - anders als bei tragbaren Modellen. Damit machen Sie gerade und schräge Schnitte, die Tiefe kann eingestellt werden. Hervorragend für große Serienarbeiten (Wandverkleidung, Parkett etc.)

10. Lochsäge

Dabei handelt es sich um Zubehör für Bohrmaschinen, mit denen man große Löcher erzeugen kann. Sie wird direkt auf dem Bohrfutter angebracht. Das hat nichts mit Zauberei zu tun!

Ein Wort zum Ende?

Die Instandhaltung unserer Sägen sollte Teil unserer Routine sein: Sie müssen sie reinigen, den Verschleiß ihrer Sägeblätter überwachen und ihnen Schutz bieten, um ihre Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Versuchen Sie nicht, Nägel damit abzuschneiden, Sie werden es bereuen! Und vor allem nicht vergessen: Was Holz schneidet, schneidet auch Finger!

Weitere Tipps zum Thema Sägen finden Sie in den Ratgebern unserer Redakteure:

Wie Sie eine Bandsäge auswählen
Wie Sie Ihre Kreissäge auswählen
Wie Sie Ihre Tischkreissäge auswählen
Wie Sie Kreissägeblätter auswählen
Wie Sie Stichsägeblätter auswählen
Wie Sie Ihre Kettensäge auswählen



Fanden Sie diesen Ratgeber hilfreich? Ja
3 Hilfreiche Bewertungen
Ratgeber verfasst von:

Joana, Junge Akademikerin von der Kunsthochschule, Nordrhein-Westfalen 4 Ratgeber écrits

Joana, Junge Akademikerin von der Kunsthochschule, Nordrhein-Westfalen

Ich habe bereits viele Arbeiten realisiert, immer genährt von meiner Heimwerker-Leidenschaft und einem ausgeprägtem Geschmack für "getting by".

Meine Projekte wurden nach Überlegungen geboren (mehr oder weniger logisch für andere, aber immer für mich!), dank derer ich es schaffte, ein mobiles Gewächshaus zu bauen, um meine Pflanzen spazieren fahren zu können, einen Verteiler für sprudelnde Aspirintabletten oder einen Destillator aus Konservendosen.

Ich betrachte das Heimwerken als eine Möglichkeit, seinen eigenen Rhythmus zu finden und in eine Welt zu steigen, wo die Idee, die uns in Schach hält, uns oft mehr lehrt als das fertige Projekt selbst. Mein aufmerksamer Blick hilft mir, sei es, um ein Gewinde aufzuarbeiten, eine Spule vom Fotoapparat wieder zusammenzusetzen oder eine Taschenlampe zu bedienen.

Ich freue mich, meine Erfahrung zu nutzen und diese zu teilen!

Die Produkte zu diesem Ratgeber