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Die richtige Auswahl Ihrer Dübel

Ratgeber verfasst von:
Jérôme, Controller, Berlin

Jérôme, Controller, Berlin

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Um ein Bild oder ein Regal an der Wand zu befestigen, kommt man an Dübeln nicht vorbei. Allzweckdübel oder selbstschneidende Dübel für Gipskartonplatten, Dübel für Ziegel oder Beton: Jeder Untergrund benötigt einen anderen Dübel! Egal ob hohle oder massive Materialien, hier finden Sie unsere besten Tipps!

Wichtige Eigenschaften

  • Vollbaustoffe
  • Hohlbaustoffe
  • Kippdübel
  • Chemische Dübel
  • Zulässiges Gesamtgewicht
  • Durchmesser

So wählen Sie den richtigen Dübel aus


So wie es viele verschiedene Arten von Materialien gibt – feste Stoffe (Beton, Stein etc.) und hohle Materialien (Backstein, Betonwerkstein etc.) – gibt es auch viele verschiedene Dübeltypen. Sie müssen also, um eine effiziente und stabile Befestigung zu erreichen, den Dübel zunächst einmal passend zum Trägermaterial und in der richtigen Größe auswählen, damit er zum Gewicht des zu tragenden Elements passt.

Die wichtigsten Dübeltypen für Gipskarton

Die wichtigsten Dübeltypen für Hohlbaustoffe

Die wichtigsten Dübeltypen für Vollbaustoffe

Dübel für Hohlbaustoffe


Zu den Hohlbaustoffen zählen

  • Hohlziegel,
  • Hohlblockstein,
  • Gipskarton usw.

Universaldübel

Dieser Dübel ist für die Befestigung leichter Objekte an Hohlstoffen vorgesehen und besteht aus mehreren Nylonrippen.

Beim Schrauben verformt die Schraube die Rippen und drückt sie gegen das umliegende Material, um alles fest miteinander zu verbinden.

Passend für Lasten zwischen 5 und 80 kg, abhängig von Modell, Herstellerangaben und Trägermaterial.

Gipskartondübel

Der Gipskartondübel wird mit oder ohne Loch in einen hohlen, weichen Untergrund (wie Gipskarton) geschraubt.

Sein Außengewinde verbindet ihn fest mit dem Untergrund. Anschließend führt das Hineindrehen der Schraube zu einer verstärkten Starrheit des Ganzen. Gipskartondübel sind für Befestigungen unter 20 kg geeignet. 

Kippdübel

Kippdübel werden hauptsächlich für Befestigungen an der Decke verwendet. Sie bestehen aus einer Schraube und mehreren mit Federn ausgerüsteten Metallrippen.

Sobald sie in das Loch eingeführt und das Material durchquert haben, geben die Federn die Metallrippen frei, die sich dann auf der Hinterseite des Trägermaterials entfalten.

Die anschließende Verschraubung verbindet das Ganze fest miteinander. Der Hauptnachteil von Kippdübeln ist, dass man ein großes Loch bohren muss, damit der Mechanismus das Trägermaterial durchdringen kann.

Kippdübel sind für Lasten von höchstens 5 kg in Gipskarton geeignet.

Hohlraumdübel

Diese aus Metall gefertigten Dübel bestehen aus einer Schraube und einem deformierbaren Rippen-Körper.

Um sie einzurichten, wird eine Dübelzange benötigt.

Hohlraumdübel können eine Last von 20 bis 50 kg tragen.

Wenn das Loch erst einmal gebohrt ist, reicht es aus, den Verbund von Dübel und Schraube einzurichten, den Dübel zu falzen und hineinzudrehen. Da sie eine gute mechanische Widerstandsfähigkeit bieten, eignen sie sich ausgezeichnet für jedmögliche Befestigung in Gipskarton.

Selbstschneidende Dübel

Selbstschneidende Dübel sind für Gipskarton geeignet und werden, wie Gipskartondübel, direkt in die Wand eingedreht. Sie funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Kippdübel und besitzen einen Flügel, der hinter der Platte gespreizt wird.

Durch das Schrauben wird der Flügel blockiert. Sie können Vertikallasten von bis zu 25 kg tragen und werden mit einem Schraubendreher angebracht.

Chemische Dübel

Diese Befestigungsmöglichkeit besteht aus Harz und einem Härtungsmittel. Sobald das Loch gebohrt ist, injiziert man das Produktgemisch mithilfe einer Spritze oder einer Pistole in das Sieb – eines perforierten Dübels, der die Verbreitung des Fixiermittels ermöglicht. Wenn der Dübel gefüllt ist, tritt das Mittel durch die Poren aus, was dazu führt, dass die Befestigungsfläche vergrößert und eine feste Einheit gebildet wird.

Wenn das Loch mit dem Mittel gefüllt ist, muss man nur noch die Schraube oder den Dübel eindrehen und warten, bis das Harz aushärtet und die Materialien miteinander fixiert. Der chemische Dübel ist für hohe Traglasten geeignet oder für Materialien, die viel Widerstand aushalten müssen.

Dübel für Vollbaustoffe


Zu den Vollbaustoffen zählen Materialien wie

  • Beton,
  • Vollziegel,
  • Blockstein,
  • Stein,
  • Leichtbeton usw.

Spreizdübel

Der Spreizdübel besteht aus mehreren Nylonlamellen und wird in ein Loch geschraubt. Die verschiedenen Lamellen spreizen sich beim Eindrehen der Schraube und bleiben so an den Konturen des Lochs haften, damit alles stabil zusammenhält. Je nach Größe kann der Spreizdübel mittelschwere Lasten tragen.

Schlagdübel

Der Schlagdübel besteht aus einem Dübel und einer Schraube und ist die ideale Lösung für schnelle und leichte Befestigungen von Sockelleisten, Holzleisten, Laufschienen usw.

Wenn das Loch im richtigen Durchmesser gebohrt ist, muss man den Schlagdübel nur noch mit dem Hammer ins Loch schlagen (indem man direkt auf den Schraubenkopf schlägt), was dazu führt, dass sich der Dübel fest mit dem Untergrund verbindet.

Ankerdübel

Vom Prinzip her ist er identisch mit dem Spreizdübel, jedoch unterscheidet er sich von diesem hinsichtlich seiner mechanischen Widerstandsfähigkeit. Er ist für schwere Traglasten vorgesehen und wird bevorzugt für Beton verwendet. Ankerdübel bestehen aus einem Ring und einem Bolzen (Schraube und Mutter). Wenn er einmal im Loch platziert ist und man die Mutter anzieht, spreizt sich der Dübel im Inneren des Loches, womit er fest mit dem Untergrund verbunden wird. Der Ankerdübel wird außerdem auch Steckanker genannt.

Spezialdübel und Allzweckdübel

Dübel für alle Untergründe – Universaldübel

Diese aus Nylon gefertigte Dübelart reicht aus, um kleinere, leichte Befestigungen, die nicht vom Herausreißen aus dem Trägermaterial – das übrigens bei diesem Dübel keine Rolle spielt – bedroht sind. Allzweckdübel können nur sehr geringe Lasten tragen.

Dämmstoffdübel

Speziell für die Anbringung an der Dämmung – meist draußen. Das Prinzip gleicht dem des Schlagdübels, sein Plastikkörper ist jedoch speziell auf Dämmstoffplatten abgestimmt. Dämmstoffdübel dienen dazu, die verschiedenen Platten nach der Verleimung miteinander zu fixieren.

Einerseits verbinden sie die Platten – dank einer großen Unterlegscheibe – untereinander fest miteinander, andererseits befestigen sie das Ganze mit dem Untergrund. Man findet Dämmstoffdübel in verschiedenen Längen, die an verschiedene Tiefen der Dämmmatten angepasst sind.

So wählt man die Größe des Dübels

Je nach Art der durchzuführenden Arbeiten und um einen festen Sitz zu gewährleisten, sind für die Auswahl eines richtigen Dübels zwei Merkmale entscheidend: Durchmesser und Länge.

Dübel-Durchmesser

Der Durchmesser hängt direkt mit der mechanischen Widerstandskraft zusammen und ist damit ein zentrales Kriterium. Die verschiedenen Durchmesser kann man in drei Kategorien unterteilen, jede davon passt zu einem bestimmten Gewichtsbereich:

  • Gewicht < 20 kg: Hier liegt der Durchmesser zwischen 3 und 5,5 mm.
  • Gewicht zwischen 20 und 50 kg: In diesem Fall variiert der Durchmesser zwischen 6 und 8 mm.
  • Gewicht > 50 kg: Durchmesser > 10 mm.

Dübel-Länge

Die Länge hängt mit der Dicke des Trägermaterials zusammen. Bei gleichem Durchmesser wird empfohlen, immer den längsten Dübel zu wählen. Dies erlaubt die Nutzung einer längeren Schraube und damit eine stärkere Versteifung der Befestigung.

7 Tipps für die Wahl Ihres Dübels

  1. In so gut wie jedem Fall müssen Sie eine Bohrmaschine oder einen Bohrhammer Denken Sie daran, den richtigen Bohrer und den richtigen Bohrmodus zu wählen – also entweder Rotation oder Schlagbohren.
  2. Reduzieren Sie nicht die Länge oder den Durchmesser bei Befestigungen! Je nach dem, was Sie befestigen möchten, könnte eine Bruchstelle gefährlich werden. Nutzen Sie daher passende Dübel, mit dem richtigen Durchmesser und Sie werden von einer langanhaltenden Befestigung profitieren.
  3. Für anspruchsvolle Befestigungen in hohlen Materialien sollten Sie chemische Dübel Die Kosten sind zwar höher, aber die Befestigung ist besser und sicherer.
  4. Für die Befestigung in massiven Materialien greifen Sie zu Ankerdübeln. Diese sind zwar technisch gesehen keine Dübel, doch sie dienen zur Befestigung eines Elements an einen Träger.
  5. Kaufen Sie nur dann eine preisgünstige Dübelzange für Molly-Dübel, wenn Ihre Dübel kleine Durchmesser besitzen. Denn sonst laufen Sie Gefahr, dass die Zange sich verdreht und die Dübel nicht richtig fest sitzen.
  6. Überprüfen Sie immer, für welche Traglast der Dübel, den sie kaufen wollen, geeignet ist und vervielfachen Sie die Verankerungspunkte bei hohlen Trägermaterialien.
  7. Schützen Sie Ihre Augen vor herumfliegenden Kleinteilen mit einer Schutzbrille und statten Sie sich am besten auch mit einer Atemschutzmaske und einem Gehörschutz

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  2. Wie man in Glas bohrt
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  4. Die richtige Auswahl Ihrer Bohrer
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  7. Die richtige Auswahl Ihres Akkuladegeräts für Elektrowerkzeuge
  8. Die richtige Auswahl Ihres elektrischen Schraubendrehers
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Jérôme, Controller, Berlin

Als ausgebildeter Elektriker arbeitete ich zunächst in der Industrie, wo ich viele Einrichtungen installierte, verkabelte und wartete. Danach betreute ich Teams, die diese Arbeiten realisierten. Vor über zehn Jahren wandte ich mich dem Bau und der Konstruktion zu. Vom kleinen Einfamilienhaus über Fitness-Studios bis zu Konzerthallen hatte ich die Möglichkeit, Baustellen aller Art zu koordinieren, zu kontrollieren und zu organisieren.

Seit 4 Jahren restauriere und erweitere ich ein Ferienhaus im Herzen der Haute Savoie. Meine Berufserfahrung und meine Kenntnisse haben mir dabei einen großen Dienst erwiesen. Landschaftsbau, Innenarchitektur, Dach, Sanitär, Strom, alles ist möglich! Wir, meine Tochter, meine Frau und ich, haben fast alles selbst gemacht! Ihre Fragen beantworten, Sie anleiten oder bei der Wahl Ihrer Werkzeuge beraten? Ganz einfach!

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