Den Gemüsegarten im Winter pflegen: So geht's

Den Gemüsegarten im Winter pflegen: So geht's

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

98 Ratgeber

Im Winter sollten Sie Pflanzen und Boden ruhen lassen. Sobald die Arbeit im eigentlichen Gemüsegarten reduziert wird, können untergeordnete Aufgaben durchgeführt werden, wie die Pflege der Werkzeuge, die Kontrolle der gelagerten Wurzeln und das Füttern der Vögel im Garten.

Wichtige Eigenschaften

  • Gemüse im Garten und gelagertes Gemüse
  • Bodenabdeckung und Pflege der Werkzeuge
  • Aussaat und Pflanzung
  • Für das Wohlbefinden der Tiere sorgen
Zu den Gemüsesamen

Gemüse im Garten


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Wenn Sie Ihr Wurzelgemüse im Garten vorsorglich abgedeckt haben, werden Sie es ohne Schwierigkeiten für den Verzehr ausgraben können:

  • Rote Beete;
  • Karotte;
  • Knollensellerie;
  • Rüben;
  • Topinambur.

Wenn Sie im Frühherbst Erdbeeren gepflanzt haben, sind diese noch empfindlich: Decken Sie sie zu Beginn des Winters mit einer Winterschutzhaube ab.

Errichten Sie kleine Erdhaufen um die Stängel des noch vorhandenen Porrees, der Bohnen und Erbsen, die im Herbst in Regionen mit milden Wintern als Frühgemüse gesät wurden. Dazu müssen Sie nur die Erde um ihre Stängel herum zusammenschieben und einen Hügel formen.

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Winterschutzhaube

Im Keller gelagertes Gemüse


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Wurzelgemüse, das Sie in Ihrem Keller, in Ihrer Garage oder in einem anderen kühlen Raum im Haus geschützt lagern, sollte kontrolliert werden: Entfernen Sie die Keime von den Kartoffeln und entsorgen Sie verdorbenes Gemüse, das anderes Gemüse anstecken könnte.

Mulch gegen die Auswaschung von Düngeelementen


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Früher wurde dazu geraten, den Boden im Winter einfach ruhen zu lassen, nachdem man ihn möglicherweise im Herbst bearbeitet hatte. Später stellte man fest, dass diese Praxis der Fruchtbarkeit des Bodens schadet, denn die Düngeelemente wurden „ausgewaschen“, das heißt in die Tiefe gezogen. Und Böden, die nicht bearbeitet werden, erhärten, weil sich die Erde verdichtet.

Bedecken Sie im frühen Winter bloßliegende Flächen mit biologisch abbaubarem Material, wie Gräsern, Stroh, Heu, Mist, Laub, Pappe usw. Selbst eine Strohabdeckung von niedriger Qualität ist besser, als den Boden im Winter unbedeckt zu lassen.

Die erste Aussaat und Pflanzung


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In der zweiten Februarhälfte können Sie mit der Aussaat von Südgemüse im Kasten beginnen: Tomaten, Auberginen, Paprika, Zucchini, Melonen ...

Ende Februar oder Anfang März ist der richtige Moment, günstige Bedingungen für Ihre Kartoffelknollen zu schaffen, damit diese treiben können. Legen Sie die Kartoffeln dazu in einer Kiste an einen hellen und eher trockenen Ort, z. B. in eine gut beleuchtete Garage, in ein Gewächshaus (Kalthaus), eine Hütte oder einen Gartenschuppen und bei einer Temperatur von etwa 10 °C.

Sie können die Setzlinge aus Ihrer Ernte des letzten Jahres wiederverwenden und die Kartoffeln halbieren, wenn sie zu groß sind. Nach 4 bis 6 Wochen entwickeln sich grüne und lilafarbene Keime von 1 bis 2 cm Größe. Jetzt ist es Zeit für die Pflanzung.

Pflanzen Sie in Regionen mit milden Wintern und in gut durchlässigen Böden von Dezember bis März graue Schalotten und rosa Knoblauch (Frühlingsknoblauch).

In Tieflandgebieten, wo es nicht zu kalt ist, können Sie zu Winterbeginn Bohnen säen. Die Jungpflanzen fürchten kurzen Frost nicht.

Der Gewächshausgarten im Winter


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Wenn Sie das Glück haben, ein Gewächshaus zu besitzen, können Sie jetzt das Gemüse für eine Ernte im Frühling oder Sommer säen: Kopfkohl, Frühlingsblumenkohl, Porree, Karotten, Brokkoli, Salate, Radieschen, Petersilie, Kerbel, Frühlingszwiebel ...

Öffnen Sie tagsüber das Gewächshaus oder Ihr Tunnelgewächshaus, sobald die Außentemperatur die Innentemperatur des Gewächshauses überschreitet. So können Sie vielen Krankheiten vorbeugen. Vergessen Sie jedoch nicht, das Gewächshaus bei Einbruch der Nacht wieder zu schließen. Decken Sie die Gestelle mit Fußmatten zu, wenn die Temperaturen zu stark sinken.

Pflege der Gartenwerkzeuge


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Der Winter ist die ideale Jahreszeit, um Ihren Werkzeugen eine Wellnesskur zu gönnen. Reinigen Sie alle Teile aus Metall mit einer Bürste. Sie dürfen nicht rosten: Ein rostendes Gartenwerkzeug ist nicht lange im Einsatz! Feilen oder schleifen Sie bei Bedarf die Kanten.

Schärfen Sie Gartenscheren, Messer und Hippen mit einem Stein.

Behandeln Sie Holzgriffe mit Öl, um sie zu pflegen und vor Feuchtigkeit zu schützen. Anschließend verstauen Sie die Geräte an einem geschützten Ort.

Auch Ihr Gartenhaus sollten Sie bei Bedarf reinigen und aufräumen. Desinfizieren Sie Rankhilfen, Töpfe und Saatkästen.

Reinigen und leeren Sie Motorgeräte, Motorfräse und Motorhacke.

Sollten Sie es noch nicht getan haben, leeren Sie Ihre Bewässerungssysteme (Pumpen, Schläuche ...), bevor der erste Frost kommt.

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Rankhilfen

Futterspender für unsere gefiederten Freunde aufstellen


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Meisen, Rotkehlchen, Grasmücken und andere kleine Sperlingsvögel sind wahre Verbündete des Gärtners, da viele Vögel Larven und schädliche Insekten fressen.

Das Füttern von Vögeln ist nur dann notwendig, wenn es sehr kalt ist, friert oder schneit. Füttern Sie nicht außerhalb dieser Zeiten, denn wenn sie Nahrung im Überfluss finden, haben Vögel keinen Grund mehr, in der Rinde versteckte Eier, Würmer oder Puppen aufzustöbern.

Futterspender dienen der Unterstützung bei besonders kaltem Wetter. Sie können fettbeschichtete Samenkugeln, wie sie in Geschäften zu finden sind, aber auch Samen unterschiedlicher Größen und von verschiedenen Pflanzen geben, um verschiedene Vogelarten zu füttern: Weizen, Hirse, Hanfsamen, Sonnenblume ... Äpfel sind vor allem bei Amseln sehr beliebt.

Vergessen Sie nicht, auch Wasser bereitzustellen: Ob bei Trockenheit oder Frost, Tiere finden manchmal nur schwer etwas zu trinken.

Viele heimische Vogelarten sind im Rückgang begriffen. Mit kleinen Maßnahmen, die ihr Überleben im Winter sichern, tragen Sie zum Fortbestand bedrohter Arten bei.

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Futterspender

Zu den Gemüsesamen

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Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn, 98 Ratgeber

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern, weshalb es nur logisch erschien, dass ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert habe. Im Auftrag für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), und zwar anfangs hauptsächlich Bestimmungsbücher, bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedensten Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir an einem hübschen Flecken meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich Ihnen ans Herz legen möchte.

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