Bodendüngung: Bodenverbesserer und Düngemittel

Bodendüngung: Bodenverbesserer und Düngemittel
Kapitel:
Ratgeber verfasst von:
Denis, Heimwerker Autodidakt, Köln

Denis, Heimwerker Autodidakt, Köln

13 Ratgeber
Pflanzen entziehen dem Boden Nährstoffe, um wachsen und gedeihen zu können. Daher sollte der Nährstoffgehalt des Bodens regelmäßig aufgefrischt werden. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die sich auch kombinieren lassen: die Gabe von organischen oder mineralischen Düngern, das Mulchen des Bodens, die Aussaat von Gründüngern.

Wichtige Eigenschaften

  • Dung
  • Kompost
  • Dünger
  • Mulch

Düngemittel aufbringen


Der schnellste Weg, die Fruchtbarkeit des Bodens zu bewahren, ist das einmal jährliche Aufbringen von Dung oder Kompost. Diese beiden Mittel dienen sowohl als Bodenverbesserer, die die physikalischen Eigenschaften und die Struktur des Bodens optimieren, als auch als Düngemittel, die Düngeelemente (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Spurenelemente usw.) liefern.

Dung

Dung sollte vorzugsweise mehrere Monate (mindestens 3 Monate) im Haufen kompostiert sein, bevor er verwendet wird. Dann kann er einfach im Spätherbst auf dem Boden ausgebracht werden. Durch oberflächliches Umgraben im Frühjahr lässt man die Überreste verschwinden. Planen Sie etwa 10 kg kompostierten Dung pro m² ein.
Wenn Sie frischen Dung aufbringen, sollten Sie ihn nicht untergraben, wie man es häufig sieht. Er benötigt zur Zersetzung Sauerstoff. Andernfalls können Produkte freigesetzt werden, die für die Wurzeln giftig sind.

Kompost

Bringen Sie einige Wochen vor der Pflanzung einer Kultur reifen Kompost auf und graben Sie ihn nur sehr oberflächlich unter. Aber übertreiben Sie es nicht: In der Regel genügen je nach Nährstoffgehalt 5 kg Kompost pro m² auf einem Boden von mittlerer Qualität vollkommen.

Zusätzliche Düngung


In der Regel ist eine Düngung pro Jahr ausreichend. Eine zusätzliche Düngung kann jedoch in bestimmten Fällen notwendig sein, insbesondere bei schlechten Witterungsbedingungen oder schwerem Schädlingsbefall, bei anspruchsvollen Kulturen oder zum Ausgleich bestimmter Mängel des Bodens.
Für eine solche ergänzende Düngung können Sie natürlich mineralischen Kunstdünger verwenden, für die Bodengesundheit sollten Sie jedoch natürliche Produkte wie organische oder pflanzliche Dünger bevorzugen.
Sie werden je nach Wirkungsgeschwindigkeit des Düngers vor oder während des Aussetzens der Kultur oder in der Wachstumsphase aufgebracht. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für organische Dünger.
  • Hornspäne und Hornmehl: Reich an Stickstoff, der langsam oder progressiv freigesetzt wird (nachhaltiger ist Hornmehl).
  • Guano: Besteht aus Ablagerungen von Vogelkot und ist besonders reich an Stickstoff, Phosphor und Spurenelementen. Es zählt zu den schnellsten und effektivsten Naturdüngern („Katalysatoreffekt“).
  • Blutmehl: Reich an Stickstoff, wird auch aufgrund seiner schnellen Wirkung auf die Kulturen verwendet.
  • Knochenmehl: Eignet sich für blühende Pflanzen und für solche, bei denen die Blüte von Bedeutung ist (Obstbäume).
  • Rizinusschrot: Vorsichtig anzuwenden, da es für Tiere giftig ist.
Selbst hergestellte Brennnesseljauche oder Beinwelljauche sind ebenfalls Bodendünger. Sie können auch dem Bewässerungswasser hinzugefügt werden. Sie liefern eine Menge Nährstoffe, die gut aufgenommen werden können (insbesondere Stickstoff aus der Brennnessel und Kalium aus der Beinwelljauche).

Warum sind organische Dünger besser?


Mineraldünger aus der chemischen Industrie liefern Nährstoffe, die von den Pflanzen direkt aufgenommen werden können. Sie sind oft reich an Stickstoff und fördern das Wachstum, aber auch, insbesondere bei Überdosierung, eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen wie beispielsweise Blattläuse. Die hochlöslichen Düngeelemente werden vom Regenwasser schnell abgeführt und führen zur Verschmutzung von Grundwasser und Flüssen.
Organische Düngemittel aus pflanzlichen oder tierischen Produkten dienen Kleinstlebewesen und Bodenmikroorganismen als Nahrung. Diese Lebewesen setzen nach und nach Mineralstoffe frei, die von den Pflanzen aufgenommen werden können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass chemische Dünger die Pflanzen nähren, wohingegen organische Mittel den Boden versorgen und gesund halten. Aber Vorsicht: Auch natürliche Produkte können überdosiert werden!

Der richtige Dünger für jede Kultur

Bestimmte Pflanzen haben einen besonders hohen Nährstoffbedarf und benötigen daher einen reichhaltigen Boden (z. B. 5 kg Kompost/m²). Andere Pflanzen benötigen weniger, und wieder andere gedeihen nur in relativ nährstoffarmen Böden.

Gemüse mit hohem

Düngebedarf

Gemüse mit mittlerem Düngebedarf

Gemüse mit geringem Düngebedarf

Artischocke, Aubergine, Gurke, Gewürzgurke, Kartoffel, Kohl, Kürbis, Lauch, Paprika, Sellerie, Spinat, Tomate

Karotte, Mangold, Pastinake, Rote Bete, Salat (Kopfsalat und Endivie), Schwarzwurzeln

Bohnen, Erbsen, Feldsalat, Knoblauch, Radieschen, Rüben, Schalotte, Zwiebel

Den Katalog von ManoMano entdecken
Naturdüngern 

Den Boden mulchen


Beim Mulchen bedeckt man den Boden zwischen den Pflanzen oder zwischen zwei aufeinander folgenden Kulturen. Dies soll nicht nur die Bodenfeuchtigkeit im Sommer erhalten oder das Wachstum von Unkraut verhindern. Organischer Mulch (Stroh, Grasschnitt, Holzspäne, Holzhäcksel ...) trägt auch zur Fruchtbarkeit des Bodens beiindem er bei seiner allmählichen Zersetzung durch die Mikrofauna Mineralstoffe freisetzt.
Den Katalog von ManoMano entdecken
Mulch 

Aussaat von Gründüngung


Wie ihr Name schon verrät, sind Gründünger Pflanzen, die man zur Düngung des Bodens aussät. Bei ihrer Zersetzung setzen Gründünger Mineralstoffe frei, die sie über ihre Wurzel aus dem tieferen Boden aufgenommen haben. Roggen, Lupine, Luzerne, Wicke und Erbsen zählen zu den wichtigsten Gründüngern. Darüber hinaus belüften sie den Boden, schützen ihn vor Witterungseinflüssen, liefern Humus und verbessern so die Bodenstruktur.
Ratgeber verfasst von:

Denis, Heimwerker Autodidakt, Köln 13 Ratgeber écrits

Denis, Heimwerker Autodidakt, Köln
Ich wurde vor über zehn Jahren durch den Kauf eines zu renovierenden Hauses zum Heimwerker.

Nach der Isolierung des Daches, der Sanierung der Bäder, Toiletten, Küche und Zimmer, baute ich ein Nebengebäude, installierte ein neues Tor und einen Zaun und stattete das Haus mit einer Solaranlage aus. Ich habe zig m 3   Betonplatten und Fundamente gegossen und das Dach renoviert, und ich kann sagen, dass ich die Materialien und Werkzeuge kenne!

Die Stunden, die ich mit der Suche nach Informationen in Foren und in der Fachpresse verbracht habe, um Lösungen für meine Probleme zu finden, sind Tausende... Sie werden von meinen Kenntnissen über Werkzeuge und die Ausstattung im Haus in einem fairen Erfahrungsaustausch profitieren!

Die Produkte zu diesem Ratgeber